Dennis Lander
DIE LINKE

Frage an Dennis Lander von Avyf Heonahf bezüglich Umwelt

03. August 2020 - 16:28

Sehr geehrter Herr Lander,

auch trotz Corona kommt die Klimakrise immer noch direkt auf uns zu und ich sorge mich sehr um die Zukunft meiner Generation. Deshalb möchte ich Sie fragen:

Würden Sie im Landtag diese ökologische Katastrophe anerkennen und die Ausrufung des Klimanotstands unterstützen?

Würden Sie die Einsetzung eines Bürgerforums bzw. eines Bürgerrats zur Klimapolitik im Saarland in Betracht ziehen, damit ein sozial gerechter Wandel geschehen kann?

Mit freundlichen Grüßen,
Avyf Heonahf

Frage von Avyf Heonahf
Antwort von Dennis Lander
10. August 2020 - 10:52
Zeit bis zur Antwort: 6 Tage 18 Stunden

Sehr geehrter Herr Heonahf,

ich denke die Klimakatastrophe ist die große globale Herausforderung unserer Zeit. Die Wissenschaft erklärt uns schon lange, dass wir so nicht weitermachen können und schon heute fordert die Klimakatstrophe eine Opferzahl im Millionenbereich, Tendenz steigend.
Deshalb halte ich die Ausrufung des Klimanotstandes zwar für sinnvoll, aber es darf nicht bei einem bloßen Lippenbekenntnis bleiben. Eine solche Ausrufung muss auch mit konkreten Maßnahmen verknüpft werden, welche einen sozial-ökologischen Wandel einleiten. Dafür brauchen wir vor allem eine Revolution in unserem Wirtschaftsleben, da eine Wirtschaft, die nur auf immer mehr Wachstum und die Profitmaximierung einzelner setzt, nicht nachhaltig sein kann. Wir müssen deshalb das Wirtschaftssystem grundlegend verändern, die großen Energiekonzerne zerschlagen und die öffentliche Daseinsvorsorge wieder zurück in die Hand der Gesellschaft geben.
Bei der Umgestaltung unseres Systems sind die Bürger*innen die wichtigsten Player, da wir hier vor einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung stehen, die wir nur alle gemeinsam lösen können. Deshalb ist die Mitsprache unabdingbar, damit alle Menschen die Tragweite der Klimakatastrophe und die Notwendigkeit zum Systemwechsel verstehen und auch Proteste wie z.B. gegen Windkraft auf ein Minimum reduziert werden können. Jenes kann man unter anderem durch die Einsetzung von Bürgerforen erreichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dennis Lander, MdL