Daniel Born MdL
Daniel Born
SPD
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Frage an Daniel Born von Andreas S. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Sehr geehrter Herr Born,

für mich wäre es hilfreich, ob Sie die SPD als eine feministische Partei bezeichnen würden.
Und:
Für welche Menschen setzt sich die SPD in besonderer Weise ein, also schwerpunktmäßig? Die „arbeitende Bevölkerung“, Arbeiter und Angestellte? Oder auch in besonderer Weise für Menschen, die sich der Schwulen-, Lesben, Bi- und Transgenderszene zurechnen. Bitte sagen Sie hütet nicht „wir sind für alle da“. Mir geht es um Schwerpunkte. Wie stehen Sie und der Baden-württembergische Landesverband der SPD zur Identitätspolitik?

Für eine Antwort noch vor der Landtagswahl wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schönberger

Frage von Andreas S. am
Daniel Born MdL
Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 21 Stunden 2 Minuten

Sehr geehrter Herr Schönberger,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Ja, die SPD ist eine feministische Partei mit langer Geschichte. Ich persönlich bezeichne mich auch als Feministen.

Mein größtes politisches Vorbild, die SPD-Abgeordnete Marie Juchacz, war 1919 die erste Frau, die eine Rede in einem deutschen Parlament hielt. Das war nur möglich, weil die SPD im Jahr 1918 das Frauenwahlrecht in den Verfassungsberatungen durchgesetzt hat. Bis heute setzt sich die SPD in allen Bereichen für die Gleichstellung ein, die leider noch lange nicht erreicht ist. Aktuell fordern wir in unserem Wahlprogramm zur Landtagswahl etwa die Streichung von Ausnahmen im Landesgesetz für Chancengleichheit, damit im öffentlichen Dienst mehr Frauen in Führungspositionen aufsteigen können. Ganz wichtig für die echte Gleichstellung ist zudem, dass Mütter in ihrer Entscheidung, ob und wie viel sie arbeiten, frei sind. Auch deshalb setzen wir uns für die Abschaffung der Kita-Gebühren ein.

Die SPD macht Politik für alle Menschen, egal woher sie kommen, woran sie glauben, wen sie lieben und was sie für sich im Leben erreichen wollen. Allen Menschen muss gleiche Teilhabe und Diskriminierungsfreiheit zustehen. Ich bin davon überzeugt, dass eine Diskussion ob wir eine vielfältige Gesellschaft sind, unnötig ist. Wir SIND eine vielfältige Gesellschaft. Ich halte dies für eine große Stärke. Ein inklusives Land der Akzeptanz, der Teilhabe und der gleichen Rechte kann alle Aufgaben des Zukunft angehen und gewinnen. Ich bin gerne ein Teil davon.

Daniel Born

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