Frage an Daniel Born von Fhfnaar Puevfg bezüglich Bildung und Schule, Hochschule und Wissenschaft

26. November 2019 - 22:38

Sehr geehrter Herr Born,

ich habe zwei Fragen die Demokratiebildung von Jugendlichen und Schülern betreffend.

Heute las ich in der Zeitung, dass der geplante Lernort Zivilcourage in Kislau mit (nur?) 750.000 € bezuschusst werden soll. Man mag zu den Aktivitäten des organisierenden Vereins unterschiedlicher Meinung sein, dennoch würde mich interessieren, wie diese Summe zustande kam und begründet wurde. Welche Rolle spielt es, dass keine große Stadt als lokaler Ansprechpartner vorhanden ist? Welche Rolle spielt es, dass Baden noch keinen zentralen Lernort zum Holocaust / NS-Terror aufzuweisen hat?
Bzw. anders gefragt: Wären die Aussichten auf höhere Zusagen größer, wenn der Antrag von anderer Stelle, also z.B. direkt aus der Lokalpolitik käme?

Eine zweite Frage richte ich zwar nun nur an Sie, sie gilt aber auch dem Kultusministerium: Frau Eisenmann hat zu Beginn des Schuljahres deutlich die Absicht formuliert, die gesellschaftspolitische Bildung im Land zu stärken. Ich als Gymnasiallehrerin beobachte das Gegenteil: Mit der Einführung der neuesten Oberstufenreform hat sich das Gewicht der schulischen Ausbildung noch mehr in Richtung Naturwissenschaften verschoben. Die Basiskurse in den Gesellschaftswissenschaften bleiben als einzige zweistündig - alles andere darf jetzt mit drei Stunden unterrichtet werden. Gibt es dafür eine stichhaltige Begründung? Geschichte und noch mehr Gemeinschaftskunde werden so wenig unterrichtet, dass eine nachhaltige Demokratieerziehung rein zeitlich die Quadratur des Kreises darstellt.

Mit freundlichen Grüßen

Fhfnaar Puevfg

Frage von Fhfnaar Puevfg

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