Die Kürzungen in der Psychotherapie treffen vor allem auch Kinder und Jugendliche. Wie sollen wir als Niedergelassene für die Schwächsten in der Gesellschaft so noch eine gute Versorgung leisten?
Sehr geehrte Frau Roth,
als niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bekomme ich jede Woche ca. 5 Neuanfragen für Psychotherapieplätze. Seit der Corona-Pandemie steigt die Nachfrage für Therapieplätze im KJP-Bereich immer weiter. Schon jetzt kann ich nicht alle Anfragen zeitnah versorgen, die Wartezeiten belaufen sich auf ca. 12 Monate. Es kann nicht sein, dass für niedergelassene Psychotherapeuten ein Arbeitspensum von 36 Therapiestunden, also 52 Wochenarbeitsstunden angenommen wird, um eine angemessene Vergütung zu erhalten! Ein solches Arbeitspensum ist schlichtweg utopisch. Um einen angemessenen Ertrag zu erzielen, sind wir letztendlich darauf angewiesen mehr Privatpatientinnen und weniger Kassenpatientinnen zu behandeln. Die eh schon knappe Versorgungslage wird weiter verschärft werden. Es macht mich wütend, dass diese Reform zu Lasten der Kinder und Jugendlichen geht, die so dringend Unterstützung brauchen.
Bitte setzen Sie sich für eine faire Vergütung ein!

