Birgit Kaufhold

| Kandidatin Brandenburg
Birgit Kaufhold
© Landesvorstand Die LINKEN Brandenburg
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Jahrgang
1961
Wohnort
Spremberg
Berufliche Qualifikation
Dipl. Ing. (FH) Erkundungsgeologie, Betriebswirtin (VWA)
Ausgeübte Tätigkeit
Verwaltungsangestellte DRV Knappschaft-Bahn-See
Wahlkreis

Wahlkreis 42: Spree-Neiße II

Wahlkreisergebnis: 9,0 %

Liste
Landesliste, Platz 25
Parlament
Brandenburg

Brandenburg

In die Fertigstellung des Flughafens BER sollen keine weiteren öffentlichen Gelder mehr fließen.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
Die Gesellschafter haben die Flughafen GmbH bisher ausreichend finanziell ausgestattet; künftig sollen andere Finanzierungsquellen genutzt werden.
Um den Mangel an Lehrkräften zu beheben, soll der Quereinstieg erleichtert werden.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
Brandenburg ist auf Grund der hohen Einstellungsbedarfe momentan auf die Qualifizierung von Quereinsteiger*innen angewiesen. Die Einstiege sollen erleichtert werden; aber eine gute Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts müssen gewährleistet sein.
Der Verfassungsschutz ist ein wichtiges Instrument und muss beibehalten werden.
Position von Birgit Kaufhold: Lehne ab
Vor dem Hintergrund unserer Geschichte und der Skandale im Zusammenhang mit dem NSU stehen wir Geheimdiensten grundsätzlich kritisch gegenüber und fordern deren Abschaffung. Solange dieses Ziel nicht erreicht wurde, muss die parlamentarische Kontrolle so wirkungsvoll wie möglich sein.
Die Listen der Parteien zur Landtagswahl müssen sich zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammensetzen.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
Die LINKE praktiziert seit mehreren Jahrzehnten eine paritätische Zusammensetzung ihrer Fraktionen, damit die Interessen von Frauen und Männern gleichberechtigt vertreten werden können. Deshalb begrüße ich den Beschluss vom Frühjahr 2019, der das auch anderen Parteien künftig vorschreibt.
Das Land Brandenburg soll den Kohleausstieg wie geplant für 2038 anstreben.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
Der Kompromiss der sog. Kohlekommission beinhaltet jahrelange Forderungen der LINKEN, die Neuaufschlüsse von Tagebauen ablehnt. Wir lehnen den Aufschluss des Tgb. Welzow-Süd II und somit die Abbaggerung von Proschim ab. Das wäre umweltpolitisch nicht vertretbar und wirtschaftlich nicht notwendig.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Lobbyist*innen und der Politik veröffentlicht werden.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
DIE LINKE hat sich dafür stark gemacht, dass der Landtag ein Lobbyregister schafft. Seit 2013 gibt es ein Register der Interessenvertretungen. Obwohl der Eintrag/Nichteintrag nicht mit Vorteilen bzw. Sanktionen verbunden ist, enthält es mittlerweile über 350 Einträge.
Brandenburg soll das Mobilfunknetz im Land selbst ausbauen, anstatt dies den Mobilfunkbetreibern zu überlassen.
Position von Birgit Kaufhold: Neutral
Die flächendeckende Versorgung mit Breitband ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Schnelle Internetverbindungen sind grundlegende Voraussetzung für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe. Das Land unterstützt deshalb den flächendeckenden Ausbau mit 4G/LTE und Glasfaser.
Die Wiederansiedelung des Wolfs ist ein Erfolg für den Naturschutz in Brandenburg, sie sollten deshalb auch weiterhin nicht abgeschossen werden dürfen.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
Die Entscheidung über die Jagd des Wolfes liegt beim Bund. Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren Beratungs- und Informationsmöglichkeiten sowie auch Entschädigungslösungen geschaffen und damit auf die Herausforderungen reagiert, die v.a. für die Landwirtschaft bestehen.
Für Ärzt*innen, die sich in ländlichen Regionen niederlassen, soll es verstärkt finanzielle Anreize geben.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
Um dem Ärztemangel, insbesondere in ländlichen Gebieten, entgegen zu steuern, muss das Landärzte-Programm zügig umgesetzt werden. Darüber hinaus unterstützt DIE LINKE die Stabilisierung und den Ausbau einer gesundheitlichen Versorgungslandschaft mit vielfältigen Angeboten.
Es soll in Brandenburg mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
Rechtsextremismus und Rechtspopulismus sind eine erhebliche Gefahr für unser Gemeinwesen. Eine starke, lebendige Demokratie lässt sich nicht herbei beschließen, aber aktiv fördern - dazu gehört v.a. die Unterstützung des Handlungs-konzeptes "Tolerantes Brandenburg".
Auf öffentlichen Flächen sollen weiterhin Herbizide wie Glyphosat eingesetzt werden, solange es keine effektiven Alternativen gibt.
Position von Birgit Kaufhold: Lehne ab
Angesichts der möglichen Gesundheitsgefährdung und negativer Auswirkungen auf die biologische Vielfalt sollte Glyphosat nicht mehr eingesetzt werden.
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundrente erhalten.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
DIE LINKE fordert seit langem eine deutlich verbesserte Rente nach Mindestentgeltpunkten. Es kommt allerdings auf die Modalitäten an. Eine Bedürftigkeitsprüfung lehnen wir ab; momentan sollte die Grundrente mindestens 1050 ,- Euro betragen.
Zur Wirtschaftsförderung soll schnelles Internet bevorzugt für Unternehmen bereit gestellt werden, erst danach für Privatpersonen.
Position von Birgit Kaufhold: Lehne ab
Dass Unternehmen mit schnellem Internet versorgt werden müssen, ist unstrittig. Zentrale Voraussetzung für einen digitalen Wandel ist aber die freie Verfügbarkeit von Internetzugängen und eine leistungsfähige Netz-Infrastruktur für alle Bürger*innen als Teil öffentlicher Daseinsvorsorge.
Der Anschluss des ländlichen Raumes an den ÖPNV soll Vorrang vor Investitionen ins Straßennetz haben.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
DIE LINKE setzt grundsätzlich auf den Ausbau des ÖPNV. Wir wollen ihn deutlich attraktiver gestalten, um mehr Menschen den Umstieg vom Auto in Busse und Bahnen zu ermöglichen. Unser Ziel ist ein Stundenakt als Mindestbedienstandard des ÖPNV im gesamten Land, unabhängig vom Schülerverkehr.
Abgelehnte Asylbewerber*innen sollen konsequent in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.
Position von Birgit Kaufhold: Lehne ab
Gemeinsam mit anderen haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Ausländerbehörden alle rechtlichen Spielräume im Zusammenhang mit Abschiebungen nutzen. Nicht alle Flüchtlinge können abgeschoben werden, z.B., weil in ihren Heimatländern Krieg ist oder ihnen Verfolgung droht.
Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen soziale und ökologische Aspekte künftig stärker beachtet werden, auch wenn es am Ende mehr kostet.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge wollen wir sicherstellen, dass die Auftraggeber*innen ihre Angestellten und Partnerfirmen gemäß sozialen Standards vergüten. Zudem wollen wir fairen Handel und klimagerechte Produktionsweise mit dem Instrument der Vergabe stärken.
Gemeinden sollen künftig leichter verhindern können, dass Windräder in Anwohnernähe gebaut werden.
Position von Birgit Kaufhold: Neutral
Wir haben die Rechte kleiner Gemeinden in den Planungsgemeinschaften und die Berücksichtigung von Anwohnerinteressen ausgebaut. Überall soll ein Abstand zur Wohnbebauung von 1000 Metern gesichert sein. Über die Windkraftabgabe sind die Gemeinden künftig an der Wertschöpfung beteiligt.
Der Besitz und Konsum von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Birgit Kaufhold: Stimme zu
In der Drogenpolitik muss ein Umdenken einsetzen. Drogenkonsum kann durch Verbote nicht eingeschränkt werden. Deshalb setzen wir auf Prävention, Information und Hilfe statt Kriminalisierung der Sucht-Betroffenen. Auf Bundesebene setzen wir uns für eine Legalisierung von Cannabis ein.

Die politischen Ziele von Birgit Kaufhold

Lausitz im Wandel - ökologisch, sozial, friedlich!

Als Lausitzerin mit sorbischen Wurzeln und evangelischem Elternhaus aus Graustein wohne ich seit 1983 in Spremberg. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in Großräschen und Senftenberg- zwischen Tagebauen und Brikettfabriken.

Meinen ersten Beruf als Erkundungsgeologin in der Tagebauprojektierung übte ich mit Leidenschaft aus, bis ich zu  den Zehntausenden gehörte, die nach der politischen Wende ihre Arbeit verloren.

Mit einem zweiten Studium der Betriebswirtschaft gelang es mir, beruflich wieder Fuß zu fassen. Heute bin ich in der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See tätig.

Dort engagiere ich mit einem Mandat meiner Gewerkschaft ver.di als Personalrätin und Vertrauensfrau.

Meine persönlichen beruflichen und privaten Erfahrungen, die mir verhalfen, in meiner Heimat bleiben zu können, möchte ich in den längst laufenden Prozess des Strukturwandels in der Lausitz gern einbringen. Ich freue mich darüber, dass heute die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen gegeben sind, die einen erfolgreichen Ausstieg aus der Kohleförderung bis 2038 ermöglichen können.

Als wiedergewählte Abgeordnete vertrete ich meine Partei in der Stadtverordnetenversammlung Spremberg. Engagement zeigte ich bisher im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales (BKSS) sowie in der Gesellschafterversammlung der Spremberger Krankenhausgesellschaft mbH.

Seit dem Juni 2019 bin ich Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) der Stadtverordneten-versammlung sowie im Aufsichtsrat der Altstadtsanierungsgesellschaft (ASG).

Birgit Kaufhold

Über Birgit Kaufhold

Biografisches:

  • Geboren am 10.09.1961 in Altdöbern, aufgewachsen in Großräschen und Senftenberg
  • evangelisches Elternhaus mit sorbischen Wurzeln in Graustein
  • verheiratet, 2 Töchter, 2 Stiefsöhne

 Ausbildung:

  • Geologie-Facharbeiterin (VEB BuS Welzow) 1978-1980
  • Dipl.-Ing. (FH) f. Erkundungsgeologie (Bergakademie Freiberg) 1980-1983
  • Betriebswirtin (VWA) mit Wirtschaftsdiplom (VWA d. TA Wuppertal e.V.) 1998-2000

Tätigkeiten:

  • 1983-1992 Projektbearbeiterin Geologie VEB BuS Welzow/LAUBAG
  • 1992-1998 Büroangestellte in einer Zahnarztpraxis
  • 2000-2003 Personalcontrollerin in der BWS Behindertenwerk gGmbH
  • seit 2003 Verwaltungsangestellte Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

Politische Vita:

  • seit 1985 Mitglied der SED bis hin zur Partei DIE LINKE
  • seit 1990 in verschiedenen Parteifunktionen (Mitglied Ortsvorstand Spremberg, Kreisschiedskommission, Kreisvorstand DIE LINKE.Lausitz)
  • Mitarbeit in der Bundesarbeitsgemeinschaft „Ethnische Minderheiten“ der Partei DIE LINKE
  • 2017 Bundestagskandidatur im Wahlkreis 64 /Listenplatz 5 Landesliste Brandenburg

Weiteres Engagement:

  • Mitglied in der Gewerkschaft ver.di und ver.di-Vertrauensfrau in der Minijob-Zentrale
  • Seit 2012 Engagement in verschiedenen Personalräten der DRV KBS mit ver.di-Mandat (örtlicher Personalrat Cottbus, Gesamtpersonalrat Bochum, Ersatzmitglied Hauptpersonalrat
  • Mitarbeit im ver.di-Bezirksfachbereichsvorstand Sozialversicherung in Cottbus
  • Abgeordnete der Stadtverordnetenversammlung (SVV) Spremberg
  • Mitglied im Ausschuss für Bildung. Kultur, Sport und Soziales (BKSS) der SVV Spremberg (bis 05/2019)
  • Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) der SVV Spremberg (seit 06/2019)
  • Vertreterin der Stadt Spremberg in der Gesellschafterversammlung Spremberger Krankenhausgesellschaft mbH (bis 05/2019)
  • Mitglied im Aufsichtsrat der Altstadtsanierungsgesellschaft Spremberg (ASG) (seit 06/2019)
  • Mitglied in der DOMOWINA (Ortsgruppe Spremberg)
  • Mitglied im Förderverein „Erwin-Strittmatter-Gymnasium e.V.“ Spremberg

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