Bernd Voß
DIE GRÜNEN

Frage an Bernd Voß von Rpxuneq Uryzobyq bezüglich Umwelt

23. April 2012 - 10:35

Sehr geehrter Herr Voss,
Schießlärm und Bodenvergiftung auf dem Schießplatzgelände in Warder, mitten im Naturpark Westensee, beinträchtigen die Lebensqualität vieler Anwohner.
Infolge von Beschwerden wurden 2008 und 2009 auf dem Gelände rund um den Schießstand umfangreiche Detailuntersuchungen durchgeführt.

Der Sachverständige stellte extrem hohe Wasser- und Bodenbelastungen fest und unterbreitete kurz- und mittelfristige Sanierungs- und Sicherheitsvorschläge. Die Aufsichtsbehörde war seinerzeit bestürzt und kündigte Konsequenzen an.
Nach mehr als zwei Jahren ist das Ergebnis ernüchternd. Außer der Stilllegungen von landwirtschaftlich genutzten Flächen entschloss man sich zum „kontrollierten Liegenlassen“ der rund 300 000 kg Bleischrot (besteht aus 95% Blei und je 2,5% Arsen und Antimon).
Schlimmer noch, das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt u. ländliche Räume (LLUR) erlaubt auch weiterhin den Schießbetrieb auf diesem kontaminierten Gelände und nimmt billigend in Kauf, dass jährlich mehrere 1 000 kg. giftige Schwermetalle dem geschundenen Boden zusätzlich zugeführt werden.
Frei nach dem Motto: „Weiter so, der Boden ist eh kontaminiert.“

Als Sprecher der „Bürgerinitiative Naturpark ohne Schießlärm e.V.“ möchte ich Sie im Namen von rund 200 Mitgliedern fragen:
Würden Sie sich nach der Wahl für eine Überprüfung dieser rechtswidrigen permanenten Bodenkontaminierung einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen
Eckhard Helmbold,
Sprecher der „Bürgerinitiative Naturpark ohne Schießlärm e.V.“
www.Schiesslaerm.de

Frage von Rpxuneq Uryzobyq
Antwort von Bernd Voß
02. Mai 2012 - 05:56
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 1 Tag

Sehr geehrter Herr Helmboldt

Wir haben das Thema bereits in der jetzigen Legislaturperiode begleitet und werden uns für die Überprüfung dieser fortgesetzten Bodenkontamination einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Voß