Barbara Steffens
DIE GRÜNEN

Frage an Barbara Steffens von Nawn Wbunaa bezüglich Gesundheit

03. September 2012 - 12:52

Sehr geehrte Frau Steffens,

gerade habe ich erfahren, dass eine gute Bekannte (42 Jahre) an Krebs gestorben ist. Ich habe mir in der letzten Zeit oft die Frage gestellt, warum man ein jährliches Ganzkörper-MRT nicht in die Vorsorgeuntersuchungen einbaut???!!!

Ein MRT ist aussagekräftiger als eine Ultraschallaufnahme und nicht schädlich (im Gegensatz zu Röntgenaufnahmen). Durch diese jährliche Untersuchung könnten viele Erkrankungen schon früh erkannt werden und somit die Folgekosten gering gehalten werden. Ich weiß, dass eine MRT-Aufnahme sehr teuer ist. Aber wenn ich sehe das die Krankenkassen Millionen verdienen, ganz besonders die "großen Fische", dann würde ich am liebsten in deren Geldbeutel kotzen. Für mich ist das Geld, was andere Menschen teilweise mit ihrem Leben bezahlt haben. Dieses System hier in Deutschland und dazu gehört nicht nur das Gesundheitssystem, bedeutet auf lange Sicht nur Habgier, Frustration und Krieg. Vielleicht brauchen wir Ende 2012 einen Krieg oder eine große Bewusstseinsveränderung, damit diese Systeme abgeschafft werden und den Menschen bewusst wird, warum und wie sie überhaupt leben. Denn diese Erkenntnis können nur wenige Menschen wahrnehmen. Leider!

Mit freundlichen Grüßen
Anja Johann

Frage von Nawn Wbunaa
Antwort von Barbara Steffens
11. Oktober 2012 - 09:51
Zeit bis zur Antwort: 1 Monat 1 Woche

Sehr geehrte Frau Johann,

gerne versuche ich auf Ihre Frage einzugehen: Abgesehen davon, dass Sie richtig festgestellt haben, dass MRT-Scans als jährliche Vorsorgeuntersuchung für die gesamte Bevölkerung nicht bezahlbar wären, ganz abgesehen von den nicht vorhandenen und so schnell nicht aufbaubaren Kapazitäten, sie würden auch nicht ihren Zweck erfüllen, den Sie sich verständlicherweise wünschen. Insbesondere sehr kleine Tumore wären mit solch einem ungezielten Ganzkörperscan nur schwer zu entdecken.
Sie haben sicher Recht, dass es am Gesundheitssystem noch viel zu verbessern gibt. Wir arbeiten daran.

Mit freundlichem Gruß
Barbara Steffens