Frage an Bärbel Schüler von Uwe U. bezüglich Familie
Sehr geehrte Frau Schüler,
dadurch, dass meine Frau aus gesundheitlichen Gründen die volle Erwerbsunfähigkeitsrente hat , haben wir das Problem, dass wir bei den Kinderbetreuungszeiten in der Kita nur die Mindeststundenanzahl bekommen , was einerseits dazu führt, dass meine Frau sich nach Arztbesuchen , Rehasport , Physioterapie u.ä. abhetzen muss um die Kinder pünktlich aus der Kita abzuholen , andererseits möchten die Kinder auch gerne mal etwas länger in der Kita bleiben, da es bei uns im Ort keinen Spielplatz gibt ( der nächste ist ca. 1 km entfernt) und auch viele Freunde in der Kita länger bleiben dürfen/müssen.
Deshalb meine Frage werden sie sich dafür einsetzen, dass die EU - Rente mit einer Erwerbstätigkeit gleichgestellt wird? (z.B. für die Berechnung der Kita.Betreuungszeiten)
Werte Familie Ubber,
dass ihre Frau in der Blüte ihres Lebens bereits auf eine Erwerbsunfähigkeitsrente angewiesen ist, ist traurig.Aber ich lese, sie können ihr Familieglück trotz allem gestalten. Ich finde die Kindereinrichtung hat ihnen ein faires Angebot gemacht. Ihre Kinder werden nicht auf Grund einer Rentenbeziehung ausgegrenzt, sondern haben die Möglichkeit sich sozial mit den Gleichaltrigen zu integrieren und arangieren. Versetzen sie sich mal in die Lage von Eltern die Schichtarbeiten, oder alleinerziehend sind. Auch sie haben ein Recht auf eine vernüftige Kinderbetreuung. Ich hätte folgenden Vorschlag: vielleicht bei der Terminplanung von Reha, Arztbesuchen die Kinderbetreuungszeiten im Auge behalten, es wird nicht immer klappen aber der Versuch ist es wert. So haben ihre Frau und die Kinder mehr vom Tag und von sich miteinander. Sie als Papa können ja eventuell auch Schützenhilfe leisten. Konkret zu ihrer Gleichstellungsfrage nur soviel. Das wäre eine Gesetzesänderung und diese muß von den einzelnen Fraktionen gemeinsam erörtert werden. Sprechen sie doch einfach mit der Leiterin der Einrichtung ob es vielleicht an den bestimmten Tage nicht doch eine längere Betreuungszeit gäbe. Reden direkt ist oft viel wertvoller. Vielleicht findet sich auch jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis für den bestimmten Arzttag.
mit freundlichen Grüßen
Bärbel Schüler
P.S. ich selbst bin auch durch einen Unfall Bezieher einer Minimalerwerbsunfähigkeitsrente und trotzdem ein zufriedener angagierter Mensch

