Über Daniel Eliasson
Daniel Eliasson schreibt über sich selbst:

Ich wurde 1997 in Berlin geboren – als Sohn jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion. Für meine Eltern war die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen, ein Bruch mit einem Staat, der Freiheit nur kannte, um sie zu unterdrücken: einer Diktatur, in der Chancen nicht vom eigenen Einsatz abhingen, sondern von politischer Loyalität und staatlicher Willkür. Deutschland bedeutete für sie das Gegenteil: ein Land, in dem man mit Arbeit und Verantwortung etwas Eigenes gestalten kann – und in dem Rechte und Chancen allen zustehen.
2019 bin ich den Grünen beigetreten. Seit 2022 vertrete ich sie in der BVV Steglitz-Zehlendorf, seit 2023 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Dort arbeite ich an Themen, die direkt spürbar sind: vom Bezirkshaushalt über Bürgerdienste bis zur sozialen Infrastruktur. Besonders wichtig war für mich die Umbenennung der Treitschkestraße. Denn: Der Kampf gegen Antisemitismus, gegen Rassismus und gegen andere Formen von Hass und Intoleranz darf nie nur nach außen gerichtet sein. Er beginnt damit, die eigenen blinden Flecken zu erkennen – auch die, die mitten in unseren Straßen stehen. Wer mit dem Finger auf andere zeigt, muss wissen: Vier Finger weisen auf einen selbst zurück.
