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Pressemitteilung
Hamburg / Mainz, 23. Februar 2026 – Wie geht es weiter mit Ramstein? Soll automatische Gesichtserkennung an Bahnhöfen eingesetzt werden? Und sollten Smartphones an Schulen verboten werden? Landespolitische Entscheidungen prägen den Alltag der Menschen in Rheinland-Pfalz unmittelbar. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wofür die Kandidierenden stehen. Vier Wochen vor der Landtagswahl startet abgeordnetenwatch deshalb eine digitale Entscheidungshilfe für die Erststimme. Der interaktive kandidierendencheck macht die Positionen der 404 Wahlkreiskandidierenden transparent und ermöglicht einen direkten inhaltlichen Vergleich.
So funktioniert's:
Mit dem interaktiven kandidierendencheck bietet abgeordnetenwatch vier Wochen vor der Landtagswahl eine kostenlose Entscheidungshilfe für die Erststimme an. Bürger:innen können 17 Thesen mit „stimme zu“, „lehne ab“ oder „neutral“ bewerten. Nach Eingabe ihrer Postleitzahl erhalten sie eine prozentuale Auswertung, die zeigt, mit welchen Kandidierenden sie im eigenen Wahlkreis die größte inhaltliche Übereinstimmung haben und wo Unterschiede bestehen. Der Check dauert nur rund fünf Minuten.
Die Redaktion von abgeordnetenwatch hat 17 Positionen ausgewählt, die aktuelle landes- und bundespolitische Debatten abbilden. Thematisiert werden unter anderem folgende Fragen: Sollen Schulen in Rheinland-Pfalz verpflichtet werden, Jugendoffiziere der Bundeswehr einzuladen? Sollen Geflüchtete weiterhin vorwiegend in Sammelunterkünften statt in regulären Wohnungen untergebracht werden? Und soll ein AfD-Verbotsverfahren geprüft werden?
Zum Start haben sich bereits 76 Prozent der Wahlkreiskandidierenden beteiligt. Unter ihnen sind SPD-Spitzenkandidat und aktueller Regierungschef Alexander Schweitzer (SPD), CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder (CDU) sowie Katrin Eder (Bündnis 90/ Die Grünen) und Rebecca Ruppert (Die Linke). Daniela Schmitt (FDP) und Jan Bollinger (AfD) beteiligten sich bisher hingegen nicht. Joachim Streit (Freie Wähler) tritt nicht als Direktkandidat an und ist daher beim kandidierendencheck nicht vertreten.
„Mit der Erststimme wählen Bürger:innen eine konkrete Person und keine Partei. Deshalb ist es entscheidend zu wissen, wofür die Kandidierenden im eigenen Wahlkreis tatsächlich stehen. Der kandidierendencheck schafft hier Transparenz. Er macht individuelle politische Positionen sichtbar und vergleichbar und ermöglicht so eine mündige Wahlentscheidung, unabhängig von reiner Parteipräferenz”, sagt Alexander Kukuk, Verantwortlicher für Wahlprojekte bei abgeordnetenwatch.
Direkte Befragung möglich
Neben dem interaktiven kandidierendencheck ist ab sofort auch das Frageportal für Rheinland-Pfalz freigeschaltet. Dort können Bürger:innen alle 404 Wahlkreiskandidierenden zu weiteren für sie relevanten Themen direkt befragen.
Alle eingehenden Fragen und Antworten werden anhand des Moderationscodex von abgeordnetenwatch geprüft und veröffentlicht. Sie bleiben ebenso wie die Angaben im kandidierendencheck auch nach der Wahl dauerhaft öffentlich einsehbar. So entsteht ein langfristiges „digitales Wähler:innengedächtnis“.
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