Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung von Gymnasiallehrern

Der von CDU und FDP eingebrachte Antrag sollte die Erhöhung der Unterrichtszeit von Gymnasiallehrerinnen und -lehrer verhindern. SPD und Grüne stimmten dagegen.

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Dafür gestimmt
67
Dagegen gestimmt
68
Enthalten
0
Nicht beteiligt
2
Abstimmungsverhalten von insgesamt 137 Abgeordneten.

Nach den Plänen der niedersächsischen Landesregierung sollen Gymnasiallehrerinnen und -lehrer künftig eine Stunde mehr pro Woche arbeiten. Damit soll die Unterrichtszeit der Lehrkräfte auf insgesamt 24,5 Wochenstunden erhöht werden.
Nach Angaben des NDR möchte die rot-grüne Landesregierung mit der Erhöhung jährlich 80 Mio. Euro einsparen, welche dann anderen Bildungszweigen zugute kommen könnten.
Als Reaktion auf die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung haben in Niedersachsen zahlreiche Schulen zum Boykott aufgerufen und alle anstehenden Klassenfahrten abgesagt.
CDU und FDP scheiterten mit ihrem Antrag, die Erhöhung der Unterrichtszeit zu verhindern, an der Stimmenmehrheit der rot-grünen Koalition.

Kommentare

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Ich finde die Androhung von Streichung der Klassenfahrten sehr schlimm, da der Konflikt auf dem Rücken der Schüler ausgetragen wird. Ich kann die Empörung auch nicht ganz nachvollziehen, da eine Stunde pro Woche wirklich nicht der Untergang der Lehrer ist. Bei dermaßen vielen Unterrichtsausfällen wegen Lehrermangel ist das ein Schritt, wo ein Bundesland ohne erneute Kostenexplosion durch neue Lehrerstellen (was grundsätzlich natürlich wünschenswert aber wohl haushaltspolitisch nicht möglich oder gewollt ist) etwas tut, sich diesem Problem zu stellen.
Ich würde also auch dieser Entscheidung zustimmen, selbst wenn ich Lehrer wäre (12 Minuten pro Tag länger ist für mich keine Katastrofe)

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Wenn Ihnen das Wasser seit Jahren bis zu den Nasenlöchern steht, SIND - wie Sie verniedlichend darstellen - 12 Minuten pro Tag länger eine Katastrofe. Davon abgesehen bedeutet eine Unterrichtsstunde pro Woche inklusive Vor- und Nachbereitung, Klausurkorrekturen, etc. 2 Zeitstunden in einem Beruf, in dem Arbeit nach 20 Uhr und am Wochenende die Regel sind. Bei Ihnen auch?

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