Alle Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch.de
(...) Jedenfalls: Wenn die schon erwähnten Empfehlungen der Enquetekommission umgesetzt werden, wird sich die auch heute noch schwierigere Situation für Kinder aus sozial schwächeren Elternhäuser gewiss verbessern. Diese Empfehlungen ermöglichen den Kindern meiner Meinung nach mehr differenzierte Möglichkeiten, als dies über eine "Schule für Alle" möglich wäre. (...)
(...) Gründe für neun Jahre Schule für alle gibt es viele. Die Pisa-Studie hat ergeben, dass sich gerade das frühe Aufteilen der Kinder als negativ auf den Lernerfolg auswirkt. (...)
(...) Starke Kinder brauchen stabile Elternhäuser. Kindererziehung ist eine zentrale elterliche Aufgabe. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Familie der erste und zentrale Lernort für Kinder ist. (...)
(...) Ein weiterer Grund für meine Skepsis hinsichtlich des nachhaltigen Lernerfolges von Gemeinschaftsschulen ist aber auch der genauere Blick in die Schulsysteme des Auslands, in denen integrativer Schulunterricht in einer Gemeinschaftsschulform stattfindet und erst ab Klasse 9 oder 10 in differenzierenden Schulformen unterrichtet wird. In vielen Bundesstaaten der USA gibt es vorzugsweise nur "(junior) high schools" und ganz wenige "middle schools". (...)
(...) Zu3: Wir werden mit der Trennung zwischen Kindern mit und ohne Behinderungen aufheben. Wir werden Integrationsklassen zur Regel machen. (...)
(...) Wichtig bei einer solchen Rückmeldung ist, dass sie möglichst klar und transparent ist. Noten leisten dies teilweise recht gut, noch besser sind mittelfristig aber so genannte "Kompetenzraster". Sie geben der Schülerin oder dem Schüler - und auch den Eltern - sehr detaillierte Rückmeldungen, welche Kompetenzen bereits erreicht wurden, welche noch nicht erreicht wurden und welche hätten erreicht werden sollen. (...)