(...) Auch in Schweden und Finnland wurde die Umgestaltung des Bildungssystems von allen großen Parteien getragen. In Hamburg sehe ich diesen Konsens momentan nicht, und deshalb bin ich für die von der Enquetekommission vorgeschlagene Reduzierung der Schulformen auf Stadtteilschulen und Gymnasien, die beide den Weg zum Abitur für alle klugen Köpfe anbieten. Eine weitergehende Lösung kann nur das Ergebnis einer Schulentwicklung sein und nicht der „von oben verordneten Einführung einer Schule für alle“ durch eine Partei. (...)
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(...) Vielen Dank für ihre Frage. Das Abitur im Gymnasium und in der Stadtteilschule werden beide vollkommen gleichwertig sein . (...)
(...) Im Hochschulbereich scheint es hingegen möglich, dass alle Studierenden einen stärkeren Beitrag zu den Ausbildungskosten leisten, da sie ja auch in der Regel nach dem Studium überdurchschnittlich gut verdienen. Sinn der Studiengebühren ist ein besserens Studium durch eine bessere finanzielle Ausstattung aller Fachbereiche, nicht nur der, die durch Drittmittel gut ausgestattet sind. (...)
(...) Ich bin der Meinung, dass gegen deutsch-türkische Schulen prinzipiell nichts einzuwenden ist, und das generell eine zwei- oder mehrsprachige Erziehung von Kindern sinnvoll ist. Nur sind solche Schulen keine Lösung im Kampf gegen Integrationsprobleme. (...)

(...) den Samstag zu opfern käme mir nie in den Sinn. Daß das Abitur in 8 Jahren zum Streßprogramm für Kinder geworden ist, hat einen merkwürdigen Grund. Die Kultusminister haben sich darauf geeinigt, die Schulzeit um ein Jahr auf 8 Jahre zu verkürzen, aber die Zahl der Stunden, die eine Schülerin bis zum Abitur ableisten muß, gleich zu lassen. (...)
(...) Um das Selbstbewusstsein und die kulturelle Identität von Kindern mit Migrationshintergrund zu stärken, sollten sie aber auch in ihrer Herkunftssprache (in Hamburg insbesondere Farsi, Paschtu, Russisch, Türkisch etc.) gefördert werden. (...) Sofern organisatorisch und finanziell machbar, ist aber auch ein Unterricht in der Herkunftssprache absolut sinnvoll - auch, aber nicht nur, unter ökonomischen Aspekten. (...)