(...) Zur Blutspende von Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben/hatten, muss ich etwas weiter ausholen: Die 2010 vorgenommene Änderung der Richtlinie der Bundesärztekammer, bei der nun nicht mehr die sexuelle Orientierung, sondern das Sexualverhalten das Ausschlusskriterium sind, ist auch auf die Intervention der grünen Bundestagsabgeordneten Biggi Bender und Volker Beck zurück zu führen. Schwule und bisexuelle Männer haben in Deutschland (in anderen Ländern ist dies anders) im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein deutlich höheres Risiko sich mit Hepatitis B und C sowie HIV zu infizieren. (...)
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(...) Selbstverständlich muss alles unternommen werden, damit die Blutspenden für die Empfängerinnen und Empfänger sicher sind. Aber nicht die sexuelle Neigung, sondern das sexuelle (Risiko-)Verhalten sollte entscheidend für die Frage nach der Zulassung für Blutspenden sein. So ist ein schwuler Mann, der seit 20 Jahren monogam mit seinem Partner zusammenlebt oder ein heterosexuell lebender 35-jähriger, der mit 26 einmal gleichgeschlechtlichen Sex ausprobiert hat, vermutlich kein größeres Risiko als ein Mann, der einmal im Jahr die Partnerin wechselt. (...)
Sehr geehrter Herr Hense,
haben Sie herzlichen Dank für Ihre Frage über abgeordnetenwatch.de.
Sehr geehrter Herr Willimas,
(...) Ziel des Cannabiskontrollgesetztes ist nicht, den Konsum zu erhöhen, sondern die Prävention zu stärken. Die bisherige Prohibitionspolitik hat es zumindest nicht vermocht, den Konsum zu reduzieren. (...)