(...) Mit dem Masernschutzgesetz finden wir einen durchaus ausgewogenen Weg die Grundrechte (und zwar sowohl derjenigen die durch Dritte gefährdet werden, wie auch derjenigen, denen ein Eingriff durch das Impfen zugemutet wird) zu beachten und zugleich den nötigen Schutz - und das ist Aufgabe des Staates - zu erreichen. Wir setzen dort an, wo gerade viele Menschen erreicht werden, die von besonderer Gefährdung betroffen sind. (...)
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(...) Bereits einige Tage vor Auftreten der Erkrankung ist die Infektion hoch ansteckend. Eine von Ihnen geforderte stärkere Nutzung von Postexpositionsprophylaxe ist aus meiner Sicht daher nicht geeignet, die Ausbreitung von Masern zielführend einzudämmen. Zirkulierende Masern gefährden alle nicht geimpften Menschen und unter ihnen vor allem diejenigen, die aus Altersgründen oder auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen nicht geimpft werden können. (...)
(...) Sie verlaufen milde und sind wenig ansteckend. Im Vergleich zu „echten“ Windpocken also das deutlich kleinere Problem. (...)
(...) Sicher ist jedoch, dass die Risiken impfpräventabler Erkrankungen die Risiken von Impfungen um ein Vielfaches übersteigen. Impfstoffe durchlaufen vor ihrer Zulassung ein ausgiebiges und über Jahrzehnte ausgefeiltes Prüfungssystem. Die bereits zugelassenen Impfstoffe haben ein positives Nutzen-Risiko-Profil, das heißt, dass sie gut wirksam bei gleichzeitig guter Verträglichkeit sind. (...)