(...) Das ist eine wertvolle Orientierung für die Verbraucherinnen und Verbraucher, wenn sie gerade im Supermarkt stehen. Die Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz in der SPD-Bundestagsfraktion hat daher im Februar 2008 eine Position zur Nährwertkennzeichnung beschlossen, die eine verpflichtende und ergänzte Ampelkennzeichnung nach britischem Vorbild fordert. Leider hat die Union derzeit noch große Vorbehalte gegen die Ampelkennzeichnung, ein Umdenken des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in dieser Frage scheint jedoch nicht ausgeschlossen. (...)
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(...) Mit der Union wird es keine Ampelkennzeichnung geben, bei der Lebensmittel rote, grüne oder gelbe Punkte erhalten und in gute und schlechte Produkte eingeteilt werden. Gutes Olivenöl z. (...)
(...) unter Bezugnahme auf Ihre Mail vom 10. April 2008 kann ich Ihnen mitteilen, das ich Ihre Forderung nach einer entsprechenden Kennzeichnung von Lebensmitteln sehr gern unterstütze. (...)
(...) Ich kann angesichts der Fülle von täglichen Meinungsäußerungen nicht die Auffassung einer oder eines jeden Abgeordneten kommentieren. Aber zweifellos werde ich weiterhin für die Realisierung eines sinnvollen Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und gesundheitlichen Prävention streiten. Und ich würde es sehr bedauern, wenn das wichtige Vorhaben aus parteitaktischen Kalkülen heraus oder wegen des lobbyistischen Widerstands in dieser Legislaturperiode nicht zustande käme. (...)
(...) Die "Ampel" scheint auf den ersten Blick vor allem wegen der Einfachheit eine gute Lösung zu sein - aber eben nur auf den ersten Blick. Aus meiner Sicht, die ich auch in Gesprächen mit unabhängigen Lebensmittelexperten gewonnen habe, birgt die Pauschalbewertung einzelner Lebensmittel durch die "Ampel" die Gefahr, dass man pauschal in "gute" bzw. "schlechte" Lebensmittel einteilt und eine ausgewogene Ernährung dadurch auf der Strecke bleiben könnte. (...)