(...) Vermeintlich "einfache" Lösungen, wie sie die Linkspartei propagiert, helfen nicht weiter. Wir Grünen fordern - in Anlehnung an die Kanadier - seit langem einen überprüfbaren Abzugsplan, mit einer zivilen Aufbauoffensive und konkreten Zwischenschritten für einen Truppenabzug. Dabei muss klar sein: auch wenn wir wollen, dass die Bundeswehr so schnell wie möglich Afghanistan verlässt, werden wir noch lange zivile Unterstützung leisten müssen. (...)
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(...) Ihre einseitige Sicht vernebelt die Zusammenhänge. Der Afghanistan-Einsatz ist kein völkerrechtswidriger Angriffskrieg. Von Völkermord im Zusammenhang mit dem Kosovo-Krieg oder dem Afghanistan-Einsatz zu sprechen, ist in Anbetracht der deutschen Geschichte grotesk und beleidigt das Andenken an die Ermordeten. (...)

(...) Ich halte es allerdings in diesem Zusammenhang nicht für angebracht, die Vorfälle um den Beschuss der Tanklaster in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen, hier sollten wir erst einmal das Ergebnis der Untersuchungen abwarten. (...) Insofern halte ich es für unverantwortlich, wie die Linke den sofortigen Abzug zu fordern. (...)
(...) Mir ist ganz wichtig: Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan darf kein Dauereinsatz werden. Zentrale Aufgabe der Politik muß deshalb sein, in Afghanistan schnellstmöglich die Vorsaussetzungen für den Abzug der Bundeswehr zu schaffen. (...)
(...) die jüngsten Kriegshandlungen in Afghanistan, in die die Bundeswehr verwickelt war, müssen für uns der traurige Anlass sein, über den Afghanistan-Einsatz zu diskutieren. Die Einsatzziele sind bisher nicht erreicht worden. (...)