(...) Das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens ist aber auch unsozial: Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wird versucht, Kernprinzipien des Sozialstaates auszuhebeln. Während bisher Sozialleistungen überwiegend zielgenau auf die tatsächlich Bedürftigen zugeschnitten wurden, würden nach diesem Modell auch diejenigen Bürger zu Transferempfängern, die das Geld überhaupt nicht benötigen. (...)
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(...) Eine Beteiligung von abhängig Beschäftigten und ihren Gewerkschaften an wesentlichen Entscheidungen der Unternehmen wird dann möglich, wenn sich der Zeitgeist verändert, wenn die Gewerkschaften wieder erstarken, wenn DIE LINKE gestärkt in den Bundestag gewählt wird. Das alles führt zu Verschiebungen im Kräfteverhältnis und zu neuen Möglichkeiten. (...)
(...) Selbstverständlich brauchen wir so schnell wie möglich gleichen Lohn für gleiche Arbeit in gleicher Arbeitszeit in Ost und West. Ebenso nötig brauchen wir eine gleiche Rente für eine gleiche Lebensleistung. Außerdem müssen wir den Schulabgängerinnen und Schulabgängern unbedingt Ausbildlungsplätze anbieten. (...)
(...) vielen Dank für Ihre Frage. Am Wichtigsten wäre es mir überparteilichen Konsens herzustellen, dass mehr direkte Demokratie dringend notwendig ist, um dann einen fraktionsübergreifenden Antrag zu erarbeiten. (...)
(...) das bedingungslose Grundeinkommen ist nur machbar, wenn es tatsächlich nicht mehr als das Notwendigste abdeckt. Es muss deutlich unter den Löhnen liegen, die für Arbeit erzielt werden. (...)
(...) Trotzdem haben Sie mit Ihrer grundsätzlichen Kritik Recht, dass es teils massiven Missbrauch im Bereich der Ein-Euro-Kräfte gibt – ich kenne selbst solche Fälle, die man einfach nur Ausbeutung nennen kann. Es kommt hinzu, dass diverse kommunale und gemeinnützige Einrichtungen wie Gemeinden, Schulen, Vereine und Verbände inzwischen von Ein-Euro-Kräften abhängig sind. (...)