Recht auf Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare

Die Grünen sind mit einem Antrag gescheitert, der gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht zur Eheschließung einräumen sollte. Die Koalitionsmehrheit stimmte mit "Nein". Unterstützt wurde der Antrag von SPD und Linkspartei.

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Dafür gestimmt
259
Dagegen gestimmt
309
Enthalten
12
Nicht beteiligt
39
Abstimmungsverhalten von insgesamt 619 Abgeordneten.

Angesichts des gesellschaftlichen Wandels und der damit verbundenen Änderung des Eheverständnisses gebe es keine haltbaren Gründe homo- und heterosexuelle Paare unterschiedlich zu behandeln und am "Ehehindernis der Gleichgeschlechtlichkeit" festzuhalten, argumentieren die Grünen in ihrem Gesetzesentwurf. Darüber hinaus seien gleichgeschlechtliche Paare trotz Einführung des Instituts der eingetragenen Lebenspartnerschaft im Jahre 2001 in einer Reihe von Rechtsbereichen noch immer gegenüber der Ehe benachteiligt. Dies betreffe in erster Linie das Steuer- und Adoptionsrecht.

Die Grünen schlagen deswegen vor, durch eine Ergänzung im Bürgerlichen Gesetzbuch klarzustellen, dass auch gleichgeschlechtliche Personen eine Ehe eingehen können. Die Rechte der Kirchen und Religionsgemeinschaften würden von dieser gesetzlichen Neuregelung unberührt.

Kommentare

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Die FDP stimmt gegen Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare… soviel zu „Freiheit“.

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Ja, wer die noch wählt, muss echt ein Sadomaso sein.

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Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat im letzten Jahr die Kompassnadel des LSVD (Schwulen und Lesbenverband Deutschlands) in NRW bekommen #fail

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Hiermit können wir eine der ältesten bestehenden Parteien Deutschlands endgültig einmotten. Es ist an der Zeit die FDP abschmieren zu lassen und eine frische liberale Kraft zu bündeln.

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Aber sie tun das ja auch nur, weil es ihr Papa verboten hat. Mir wird echt schlecht, wenn ich sowas lese...

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Kein Wunder, wenn die Grünen Abgeordneten selbst nicht mal mitstimmen....

Jerzy Montag - Grüne - München Süd
Abstimmverhalten: (ta-daaaa, was war sein Problem???)
NICHT BETEILIGT

Einfach nur deprimierend, wie man stets auf Rechte der Minderheiten durch offensichtliches Desinteresse uriniert.

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Nachtrag:
Here is the thing about rights. They are NOT supposed to be voted on
That is why they are called rights.

Ich schäme mich manchmal für unser Land.

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bei den Grünen waren doch nur 3 von 68 nicht da…

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Bei den Grünen nicht da waren:

- Viola von Cramon-Taubadel
- Nicole Maisch
- Jerzy Montag

alle anderen haben für das Recht auf Eheschließung für Gleichgeschlechtliche Paare gestimmt.

Die FDP-ler haben zu >,90% dagegen gestimmt.

Mit 85 Stimmen.

Hätten die FDP-ler sich alle enthalten (oder wären nicht gekommen), wäre das Ergebnis 260 zu 224 gewesen: Klar für das Recht auf Eheschließung. Und enthalten geht immer…

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Kommentar Nr 12, ist beleidigend und sollte von einem Moderator entfernt werden.

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Ist doch fein, wir schreiben das Jahr 2012. Die Erklärung der Menschenrechte war eine direkte Folge der Verbrechen des Nazi-Regimes. Und? Bis heute nichts gelernt. Alle, die dagegen gestimmt haben, abtreten, denn ihr habt gegen eklärte Menschenrechte gestimmt. Etwas, das in Deutschland in dieser Zeit nicht möglich sein dürfte. Schämt euch!

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Tja Herr Vogel, irgendwie habe ich von früher noch im Hinterkopf -
FDP = Liberal. Aber das hab ich sicher falsch verstanden, oder?

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es ist auffallend, dass sich nur 77,63 % der linken abgeordneten zu einem ja entschliessen konnten. das ist zwar immer noch eine satte mehrheit. aber die tatsache, dass 59 linke abgeordnete sich der stimme enthalten haben oder der abstimmung ferngeblieben sind, legt die vermutung nahe, dass es auch dort bei manchen parlamentariern homophobe tendenzen gibt.

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es muss natürlich heissen, 17 abgeordnete der linken haben dagegen gestimmt - das ändert allerdings nichts an der tatsache, dass knapp 1/4 nicht zugestimmt hat.

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warum stimmen wir eigentlich noch ab, wenn sich doch sowieso alle an die Meinung der eigenen Partei binden? Schauen wir uns doch einfach nur die Mehrheitsverhältnisse an...

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Mich hat das Abstimmverhalten der Linkspartei auch erst geschockt. Die Abgeordneten, die sich enthalten haben, haben eine persönliche Stellungnahme abgegen. Diese ist auf der Seite von Ulla Jelpke zu finden.
Darin erklären sie, dass diese Gesetzesänderung die Ehe als staatlich geförderte Form des Zusammenlebens unterstützt würde. Diese besondere Förderung lehnen sie auch bei heterosexuellen Paaren ab. Viel Idealismus und keine Spur von Homophobie also.

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@Niederbayer
das ist keine entschuldigung - man kann ja erst mal dafür sorgen, dass alle die gleichen rechte haben und dann die gesamsituation verändern, wenn einem die nicht gefällt.

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Die FDP spricht sich im Prinzip für die Gleichstellung aus. Aus Koalitätsräson haben die Abgeordneten der FDP gegen das Gleichstellungsgesetz gestimmt. Daher muss ein altes Sprichwort her: Wer hat uns verraten? Freie Demokraten.

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die Abstimmung ging darum ob Gleichgeschlechtliche Paare gegenüber Heterosexuallen Paaren Steuerlich bevorzugt werden sollen oder nicht !!!
das ist eine Diskriminierung von Heterosexuellen !!!
Dikriminierende Gesetze müssen ganz klar abgelehnt werden.

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zu #21: Thema war und ist nicht eine steuerliche Bevorzugung, sondern eine rechtliche Gleichstellung im Hinblick auf Eheschließung.

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Ha ha ha, es ist unglaublich, wie liberal hier die Beführworter der gleichgeschlechtlichen ehe sind.
Vor allem, alle die das ablehnen gleich wieder als Homophobil hinzustellen.
Aber so ist das halt, wer nicht meiner Meinung ist, der ist halt krank.

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Wenn ich die primitiven Kommentare hier lese, komme ich mir vor, wie auf welt.de

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idioten schrieb am 04.07.2012 09:38
",die Abstimmung ging darum ob Gleichgeschlechtliche Paare gegenüber Heterosexuallen Paaren Steuerlich bevorzugt werden sollen oder nicht !!!
das ist eine Diskriminierung von Heterosexuellen !!!
Dikriminierende Gesetze müssen ganz klar abgelehnt werden.",

Nein, tat sie nicht. Es ging darum, daß sie gleichberechtigt werden sollen, oder nicht.

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