Die höchsten Spenden an das BSW kamen 2024 von:
- Thomas Stanger: 5.104.800 Euro. Die mit Abstand größte Parteispende des Jahres unter allen Parteien stammt von einem Unternehmer, der sein Vermögen mit einer Elektronikfirma bei Würzburg machte. Auch seine Ehefrau Lotte Salingré spendete dem BSW 21.500 Euro. Das Paar wollte den Aufbau der Partei unterstützen.
- BSW Vernunft und Gerechtigkeit e.V.: 1.280.463.64 Euro. Der Verein sammelte im Vorfeld der Parteigründung Spenden.
- Horizontwerke GmbH: 60.000 Euro. Der Geschäftsführer des Energie-Unternehmens, Heinrich Röder, war Mitglied des ersten BSW-Expertenrats.
- Bodo Knop: 50.000 Euro. Er gründete ein internationales Netzwerk für den Einkauf von Logistik.
- Karde Wirtz: 49.500 Euro. Die Juristin ist geschäftsführende Vorständin einer pädagogischen Stiftung und engagiert sich unter anderem im Verein Mehr Demokratie.
- Heinz Hoyer: 22.273,55 Euro. Der Bildhauer gestaltete mehrere Münzprägungen in der DDR. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Sneschana Russewa-Hoyer entwarf er den stilisierten Bundesadler auf der Rückseite der deutschen Euro-Münzen.
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Der Vorläuferverein des BSW sammelte 2024 für die Parteigründung Spenden. Expert:innen kritisierten fehlende Transparenz bei einer solchen Konstruktion: In den Rechenschaftsberichten müssen Parteien Spenden von mehr als 10.000 Euro transparent machen – Vereine nicht.
Das BSW veröffentlichte Anfang 2025 freiwillig die Namen jener, die mehr als 10.000 Euro an den Verein spendeten. Darunter fand sich ein Mediziner-Ehepaar im Ruhestand und der Unternehmer Ralph Suikat, der im BSW-Verein Schatzmeister war (Link zu den Vereinsspenden). Der Verein wurde mittlerweile aufgelöst.
Insgesamt erhielt das BSW 7,9 Mio. Euro von Personen und 1,4 Mio. Euro von Unternehmen, Verbänden und anderen Organisationen.
Die Rechenschaftsberichte findest du hier.
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