Das Dokument mit dem Titel "Corona-Epidemie - Dashboard Wirtschaft Deutschland" stammt aus dem Bundesfinanz- und dem Bundeswirtschaftsministerium und trägt das Datum 24. April 2020 (Stand 17:00 Uhr). Wenngleich das Papier keine wirklichen Geheimnisse enthält, so zeichnet es doch ein aufschlussreiches Bild darüber, wie weitreichend die Folgen der Corona-Pandemie sind – und wie düster die Lage von der Regierung wahrgenommen wird.
So gebe es „massive Einbrüche in allen Branchen“, „Rekord-Wachstumseinbußen im Industrie- und Dienstleistungssektor“, die Binnen- und Exportnachfrage sei regelrecht „kollabiert“, der ifo-Geschäftsklimaindex auf einen „historischen Tiefstand“ gestürzt. Für den (laufenden Monat) Mai sähen die Aussichten nicht besser aus: Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostiziere „einen noch stärkeren Einbruch (auf -23,4 Punkte), was einem historischen Tiefstand entspricht.“ Selbst für den Fall, dass sich die Wirtschaftstätigkeit schrittweise normalisiere, gehe das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von einem Rückgang der Erwerbstätigkeit "um insgesamt rund 470.000 Personen im Jahresdurchschnitt" aus.