Ulrike Wirges
WASG

Frage an Ulrike Wirges von Wnfzva Fnaqref bezüglich Gesundheit

06. März 2006 - 12:58

Hallo Frau Wirges,

was halten Sie davon, die Gehälter der Krankenkassen-Chefs und Vorstände offenzulegen?
Wie wollen Sie das Krankenkassensystem sanieren?
Was ist Ihre Meinung dazu, die Kosten der Kinderversicherung der gesetzlichen Krankenkasse, mit 4 % auf die Beitragszahler umzulegen?

LG Sanders

Frage von Wnfzva Fnaqref
Antwort von Ulrike Wirges
10. März 2006 - 09:45
Zeit bis zur Antwort: 3 Tage 20 Stunden

Hallo Frau Sanders,

entschuldigen Sie die verspätete Antwort. Ich unterstütze die Forderung nach einer Offenlegung der Gehälter und Provisionen von Krankenkassen-Chefs und Vorständen und fordere das auch bei Managern und Politikern.. Es ist meiner Meinung nach auch dringend mehr Transparenz in den Abrechnungssystemen der Krankenkassen notwendig. Die WASG will das Gesundheitssystem durch eine solidarische Bürgerversicherung sanieren in die jeder einzahlt. Ich lehne es ab, die Kosten für die Kinderversicherung in Form von einem Gesundheitssoli auf die Beitragszahler umzulegen

Zur Sanierung des Gesundheitssystems ist es auch nötig bei dem höchsten Posten, den Medikamentenkosten anzusetzen. Vorbild sollten die Niederlanden sein, bei denen man Medikamente nach Bedarf kaufen kann, d. h. man kann Tabletten auch einzeln erhalten während man in Deutschland oft nur Großpackungen ab 50 Stück erhält auch wenn nur 10 benötigt werden. In dem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, warum die gleichen Medikamente der gleichen Firmen in Ländern wie Frankreich oder Italien nur 1/3 von dem Kosten was Sie in Deutschland kosten. Es ist notwendig der Pharmaindustrie kräftig auf die Finger zu klopfen auch im Zusammenhang mit Bestechung von Ärzten. Ich setze mich auch für die stärkere Akzeptanz und Anwendung von alternativen Heilmethoden ein.

Dem Gesundheitssystem geht es aber nicht ganz so schlecht wie behauptet. Nach den neuesten Zahlen des Gesundheitsministeriums wird es Ende 2006 keine Verschuldung der Kassen mehr geben, trotzdem sollen die Beiträge angehoben werden, da wegen der MWST-Erhöhung die Kassen 800 Millionen mehr Ausgaben hätten und zu erwartende Mindereinnahmen. Als Umkehrschluss würde ich sagen sollte man auf die MWST-Erhöhung verzichten.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Wirges