Tobias Utter
CDU
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Frage von Gbivwn Fpuöaonpu an Tobias Utter bezüglich Schulen

# Schulen 04. Juni. 2011 - 13:01

Guten Tag Herr Utter,

gerade las ich bei idea, dass Sie Initiator einer scheinbar relativ gut besuchten Morgenandacht im Landtag sind.

Welche Position nehmen Sie zur Schulpflicht ein?
Käme die Öffnung der hiesig sehr eng gefassten Schulpflicht in Angleichung an die Verhältnisse westlicher Nachbarländer als Gebetsanliegen für Sie in Frage?
Beurteilen Sie als christlicher Politiker die Nöte christlich motivierter Schulpflichtverweigerer und Autodidakten anders als es die allgemeine Diskussion tut? Wenn ja, inwiefern? Leider werden überwiegend diese Fälle medienwirksam genutzt, um ein gesellschaftliches Unbehagen gegenüber religiösen Minderheiten zu bedienen - so mein Eindruck. Wie antworten Sie diesbezüglich auf freie Wahl und freies Leben des Glaubens? Sozial sehe ich hierbei schon einiges sanktioniert, wenn auch nicht unbedingt rechtlich.
Wenn Sie mir in Angelegenheit der Schulpflicht ansatzweise vergleichbar denken sollten: Würden Sie sich im Landtag für die Öffnung der Schulpflicht hin zu einer Bildungspflicht unter Aufsicht des Staates stark machen und versuchen zu helfen, auch auf Regierungsebene Ängste abzubauen, die insbesondere gegenüber jedweder Art von weltanschaulicher Minderheit bestehen?

Freundliche Grüße

Von: Gbivwn Fpuöaonpu

Antwort von Tobias Utter (CDU) 06. Juni. 2011 - 12:26

Sehr geehrte Frau Schönbach,

zur Zeit sehe ich keine Veranlassung die Schulpflicht in Hessen zu ändern. Wir haben eine große Schulvielfalt in Hessen. Auch zahlreiche konfessionelle Schulen und Internate setzen eigenen religiöse Schwerpunkte. Ein Unterricht allein durch die Eltern bringt doch etliche Nachteile für die Kinder mit sich. Ich halte es für wichtige, dass sich Kinder mit anderen Meinungen auseinandersetzten und ihren eigenen Weg finden. Bei allem Bemühen den Glauben an die Kinder weiterzugeben, so stoßen wir doch an Grenzen. Denn sie müssen selber glauben und sich vor Gott verantworten. Dies kann nicht stellvertretend durch die Eltern geschehen. Oder mit anderen Worten: Gott hat nur Kinder, keine Enkel.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Utter
Mitglied des Landtags