23 % AfD in Bruchsal: Wie rechtfertigen Sie den Vertrauensverlust der Mitte und den mangelnden Dialog mit Bürgern, die sich durch Ihre Politik nicht mehr ernst genommen fühlen?
Sehr geehrter Herr Dr. Schwarz, im Wahlkreis Bruchsal erreichte die AfD zuletzt 23 %. Viele ehemalige CDU-Stammwähler fühlen sich durch eine zunehmend unaufrichtig wahrgenommene Politik entfremdet. Besonders irritierend wirkt dabei die Erfahrung vieler engagierter Bürger, dass sachliche Kritik und Gesprächsangebote aus der bürgerlichen Mitte von gewählten Abgeordneten oft systematisch ignoriert oder ausgesessen werden.
Wie bewerten Sie die Mitverantwortung der Union für das Rekordergebnis der AfD in Ihrem Wahlkreis, wenn gleichzeitig der Dialog mit kritischen Stimmen der eigenen Basis faktisch verweigert wird?
Mit welcher Strategie wollen Sie Wähler zurückgewinnen, die das Ignorieren bürgerlicher Sorgen als Ausdruck politischer Arroganz empfinden?
Wie vereinbaren Sie den Anspruch einer bürgernahen Politik mit dem Umstand, dass Anfragen zur politischen Glaubwürdigkeit oft unbeantwortet bleiben und somit der Eindruck entsteht, Kritik sei unerwünscht?

