Stephanie Jung
SPD
Zum Profil
Frage stellen
Die Frage-Funktion ist deaktiviert, weil Stephanie Jung zur Zeit keine aktive Kandidatur hat.
Frage von F. G. •

Frage an Stephanie Jung von F. G. bezüglich Arbeit und Beschäftigung

Ich habe eine ganz einfache Frage:

Was wird die SPD machen, damit es mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze gibt?

Antwort von
SPD

Sehr geehrte(r) Frau oder Herr Gift,

die SPD-gefühte Bundesregierung hat mit ihrem Pakt für Ausbildung mit der Wirtschaft 2004 bereits 59.500 neue Ausbildungstellen schaffen können. Dies reicht natürlich noch nicht aus, um die Lücke zwischen Ausbildungsplätzen und Bewerbern schließen zu können. Hier sind die Unternehmen gefragt, denn es liegt auch im Interesse der Unternehmen, genügend gut ausgebildete Arbeiter zu haben. Sollte sich die Lücke zwischen Bewerbern und angebotenen Stellen nicht in den nächsten Jahren schließen, müsste man ernsthaft wieder an die Ausbildungsplatzumlage denken, um ausbildende Betriebe zu unterstützen.

Arbeitsplätze werden nicht durch den Abbau des Kündigungsschutzes geschaffen. Bereits unter Helmut Kohl hat Schwarz-Gelb den Kündigungsschutz gelockert und es hat absolut nichts gebracht. Die SPD hat diese Lockerung 1998 zurückgenommen. Der Kündigungsschutz gilt weiterhin ab 10 Mitarbeitern (nicht ab 20). Außerdem wird kein Arbeitnehmer eine größere Investition tätigen, wenn er jederzeit damit rechnen muss, gekündigt zu werden. Wir brauchen jedoch eine höhere Binnennachfrage. Arbeitgeber können zu dem Arbeitnehmer bis zu 2 Jahre befristet einstellen und nach 2 Jahren sollte ein Arbeitgeber wissen, ob er den Arbeitnehmer braucht oder nicht.

Die Löhne in Deutschland sind nicht zu hoch, lassen Sie sich sowas nicht einreden. Wichtig für Unternehmen sind die Lohnstückkosten. Dies meint: Wie teuer ist es ein Stück einer Ware/Dienstleistung in Deutschland herzustellen? Und hier ist Deutschland sehr gut aufgestellt. Vor allem durch unsere gut ausgebildeten Arbeitnehmer/innen ist Deutschland in der Lage, so geringe Lohnstückkosten anbieten zu können. Und hier wollen wir weiter aktiv sein, indem wir noch mehr in Bildung, Wissenschaft und Forschung investieren, denn dies sind die Rohstoffe von Deutschland.

Eine Senkung bzw. Stabilisierung der Lohnnebenkosten hat die SPD bereits erreicht, so sind die Beiträge zur Rentenversicherung 0,8% Punkte niedriger als 1998. Durch die Bürgerversicherung könnten noch weitere Senkungen geleistet werden die Arbeitnehmern wie Arbeitgebern zugute kämen.

Sie sehen, es gibt viele (Politik-)Felder, die Einfluss auf die Arbeits- und Ausbildungsplätze haben können. Ich hoffe, ich konnte Ihnen zumindest einen Teil der möglichen Ansatzpunkte darstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Stephanie Jung