Steffen Scholz
ÖDP
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Frage von Rosemarie H. •

Frage an Steffen Scholz von Rosemarie H. bezüglich Umwelt

Sehr geehrter Herr Scholz,

Radfahrer haben es mit Lkrs. MIL schwer. Es fehlt an gesicherten Radwegen, Übergängen, Barrierefreiheit am Bahnhof, Abstellanlagen und mit dem ÖPNV steht es nicht so rosig aus, wie es dargestellt wird. Verbessert wurde in letzter Zeit einiges, doch viel zu wenig. Die Verbesserungen betreffen hauptsächlich den Tourismus, doch für die Einheimischen darf es bitte nichts kosten, die sollen sich mit dem begnügen, was vorhanden ist.

Der Freistaat Bayern brüstet sich eine Menge Geld für Radwege ausgegeben zu haben - wo bitte - natürlich in den Zentren München und Nürnberg. Auf dem Land Ufr. kommt so gut wie nichts an.

Was gedenken Sie bewegen zu können, damit hier endlich ein Umdenken auch bei den Kommunalpolitikern einsetzt?

Mit freundlichem Gruß
Rosemarie Huber

Antwort von
ÖDP

Sehr geehrte Frau Huber,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

Wie auch Sie sehe ich zwei Dinge sehr kritisch: Erstens verbleiben die Steuergelder bisher weitgehend in den großen bayerischen Ballungsräumen (vielleicht weil hier die meisten Wähler sitzen?), zweitens werden Unmengen an Geld für den Straßenbau und die Zubetonierung der Landschaft ausgegeben.

Wie Sie bestimmt mitbekommen haben, hatte ich im Frühjahr bei den Kommunalwahlen als Landrat kandidiert und wurde für die ödp in den Kreistag gewählt. Ich habe mich vor den Wahlen, aber auch schon in den ersten Sitzungen des Kreistags aktiv für die Bürger eingebracht.
Mein Kollege Ulrich Frey und ich erhalten unzählige Anfragen von Bürgern und Initiativen (öffentlich wurde bspw. die Unterstützung der Anwohnerinitiative Amorbach-West wegen des Motorradlärms), die um unsere Unterstützung bitten. In den sinnvollen Fällen gewähren wir auch diese Unterstützung und haken bei den entsprechenden Gremien nach oder stellen Anträge im Kreistag o.ä.

Sollte ich nun in den Landtag gewählt werden, so seien Sie meiner Unterstützung sicher: Die-/derjenige, die/der die umweltschonende Art der Fortbewegung mit dem Fahrrad wählt, soll auch in ihrem/seinen Tun belohnt werden und sichere Wege von und zur Arbeit vorfinden können. Es handelt sich ja dabei nicht nur um aktiven Klimaschutz vor Ort, sondern auch um Förderung der Fitness/Gesundheit.
Gerne würde ich als Landtagsabgeordneter einen Runden Tisch initiieren, an welchem der ADFC, alle planenden Behörden, aber auch MdL und Landrat teilnehmen, bei dem die bestehenden Lücken im Radwegenetz, bei Abstellmöglichkeiten, Barrierefreiheit etc. aufgezeigt und Wege zur Verbesserung der Situation erarbeitet werden.

Sollte ich das Ziel meines Einzugs in den Landtag nicht erreichen können, so möchte ich Ihnen einen persönlichen Termin anbieten, bei dem wir die Situation aufnehmen können, sodass mein ödp-Kollge Uli Frey und ich Ihre Interessen und die aller Radfahrer im Kreistag vertreten können.

In jedem Fall bitte ich aber auch um Ihre Stimme am 28. September, da Sie sicher sein können, dass dann die Interessen der Radfahrer im Landkreis Miltenberg besser vertreten werden.

Mit den besten Grüßen
Ihr Steffen Scholz