Werden Sie sich in der kommenden Legislaturperiode für den Ausbau der Zugverbindungen von und nach Naumburg einsetzen?
Naumburg ist theoretisch sehr gut an die Mitteldeutschen Metropolen Leipzig, Halle, Erfurt und Jena angebunden. Leider sind die Züge in den Stoßzeiten teilweise hoffnungslos überfüllt. Es braucht dringend mehr Verbindungen und/oder mehr Wagen, also längere Züge.
Verantwortlich ist die Kommunal- und Landespolitik, denn die Verkehrsunternehmen setzen nur so viele Züge und Wagen ein, wie bestellt und finanziert werden.
Ja. Wir werden uns in der kommenden Legislaturperiode nachdrücklich für bessere Zugverbindungen von und nach Naumburg einsetzen. Unser Ziel ist ein leistungsfähiger, verlässlicher und barrierefreier Nahverkehr, der den ländlichen Raum besser an die Oberzentren anbindet und Menschen eine echte Alternative zum Auto bietet.
Dazu gehören für uns insbesondere mehr und regelmäßigere Verbindungen, zusätzliche Haltepunkte sowie die Modernisierung und Elektrifizierung des Schienennetzes. Auch die Reaktivierung stillgelegter Strecken muss ernsthaft geprüft werden – darunter Verbindungen im Burgenlandkreis und im mitteldeutschen Raum. Wo dringend benötigte Angebote fehlen, darf nicht mit einer vermeintlich zu geringen Nachfrage argumentiert werden. Gute Verkehrspolitik muss auch in Vorleistung gehen.
Für die S-Bahn Mitteldeutschland setzen wir uns für moderne und barrierefreie Stationen, eine schnellere Elektrifizierung bislang nicht elektrifizierter Strecken und zusätzliche Fahrten zu den Hauptverkehrszeiten ein. Gemeinsam mit dem Nahverkehrsverbund und den zuständigen Kommunen wollen wir konkrete Ausbaupotenziale identifizieren und dafür gezielt Bundesmittel einwerben.
Naumburg und der Burgenlandkreis dürfen beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs nicht abgehängt werden. Wir werden diese Anliegen auch in der kommenden Legislaturperiode konsequent vertreten.

