Ronald Wilken
DIE LINKE
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Frage von Naqernf Teüajnyq an Ronald Wilken bezüglich Innere Sicherheit und Justiz

# Innere Sicherheit und Justiz 20. Feb. 2008 - 14:38

Sehr geehrter Herr Wilken,

sie sind Kandidat ihrer Partei in Wilhelmsburg für die Bezirksversammlung. Deshalb an Sie die Frage, ob sie uns Wilhelmsburger Rauchern helfen werden? Sie wissen ja, wir Raucher werden zur Zeit sehr diskriminiert, fast wie Kriminelle behandelt. Angeführt werden dafür gesundheitliche Gründe. Mir aber stellt sich die Frage, ob das Rauchverbot nicht ordnungspolitische Gründe hat? So wie auch das anngestrebte Alkoholverbot auf Straßen, das Herausdrängen von Bettlern etc. Denn sonst würde man sich ja die Frage stellen, warum Autos oder Handys, sie sind viel gesundheitsschädlicher als das Rauchen, weiterhin erlaubt sind.
Reiche Leute gründen sich einen Club und rauchen dort. Uns hingegen, die wir auf kleine Eckkneipen angewiesen sind, soll dieser Genuss verwehrt bleiben. Es wäre jederzeit möglich auch Nichtraucherkneipen zu gründen, meinetwegen auch steuerlich bevorzugt, als nun einfach zu verbieten. Das Rauchverbot kommt
wie mancher moderner Quatsch aus den USA. Es entspricht m.E. einem bestimmten Zeitgeist, der auf sichtbare Sauberkeit setzt, aber das Problem nicht wirklich angeht. Dann wären Hilfsprogramme für Raucher erforderlich. Die Linke tritt dafür ein, habe ich gelesen, Canabis-Konsumenten nicht zu kriminalisieren. Das Rauchverbot führt aber zu einer Kriminalisierung, denn wer die Bußgelder nicht bezahlt oder nicht bezahlen kann bzw. nicht will, wird angeklagt.
Und bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit dem Passivrauchen, denn dann müssten sie auch ein Handyverbot im öffentlichen Raum fordern. Die Gesundheitsschädigung über die Strahlen ist erwiesener Maßen mindestens genauso stark. Also deshalb meine Frage: Werden Sie uns Rauchern helfen? Gerade Linke waren doch aus guten Grund auch immer sehr genussfreudige
Menschen. Geraucht wird seit 2000 Jahren. Ich z.B. rauche leidenschaftlich gern und werde dafür nun diskriminiert und demnächst vielleicht sogar kriminalisiert.
Freundliche Grüße,
Andreas Grünwald

Von: Naqernf Teüajnyq

Antwort von Roland Wilken (LINKE) 21. Feb. 2008 - 11:00
Dauer bis zur Antwort: 20 Stunden 21 Minuten

Sehr geehrter Herr Grünwald,

da ich wie Sie ein leidenschaftlicher Raucher bin kann ich Ihren Unmut verstehen.

Mein Vorschlag an die Regierende die diese Verordnung erlassen haben, sie sollten sich einfach das Wort Hausrecht erinnern. Bei jeder Veranstaltung gibt es eine Person, Partei oder Verein die ihr Hausrecht ausüben, damit es zu einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung kommt.

Im Gaststättengewerbe sind dies die Besitzer bzw. Pächter. Sie allein sollten entscheiden ob in ihren "vier" Wänden geraucht oder nicht geraucht werden darf.

Die Pächter und Besitzer in Wilhelmsburg werden jedenfalls meine Unterstützung erhalten, wenn sie sich gegen das Rauchergesetz mit rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen- z.B. durch eine Unterschriftenaktion.

Da haben Sie mich auf eine Idee für nach den Wahlen gebracht, danke.

Mit freundlichen Grüßen

Ronald Wilken