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Wie stehen Sie zur Andersbehandlung von SARS-CoV2-Ungeimpften?

Frage von Ewald A. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 3 Stunden 10 Minuten

Sehr geehrter Herr A.,

ich würde das gerne differenziert betrachten.

Derzeit halte ich eine "Andersbehandlung" für nicht gerechtfertigt. Aber ich würde mir eine höhere Impfquote bei den Erwachsenen wünschen. Da trotz Impfnebenwirkungen, die Nutzen überwiegen, da bekannte Coronaschäden (Tod, Langzeitschäden, Krankenhausüberlastung) höher wiegen, als Impfnebenwirkungen.

Wer also seine Wahrscheinlichkeit minimieren möchte, am Beatmungsgerät zu landen, zu sterben oder Langzeitfolgen zu haben, sollte sich als Erwachsener impfen lassen.

Jedoch lehne ich eine Impfpflicht ab. Die Fakten liegen auf dem Tisch und wenn man sich nicht impfen lassen möchte, muss man eigenverantwortlich mit den Konsequenzen leben.

Deshalb würde ich auf Eigenverantwortung setzen und versuchen, die Vorteile der Impfung noch besser zu kommunizieren.

Anders sieht es aber aus, sollten wir noch einmal in eine Überbelastung des Gesundheitssystems laufen. Natürlich ist das Gesundheitssystem "totgespart", aber wir haben derzeit kein besseres und Pflegekräfte bilden sich nicht einfach von heute auf morgen aus.

Sollte es hier noch einmal knapp werden, müssen wieder Maßnahmen getroffen werden. Und da kann man nicht diejenigen bestrafen, die mit Impfung versucht haben, die Pandemie einzugrenzen. Außer es kommt eine Variante, bei der die Impfung nicht so hilft, wie derzeit beobachtet.

Ich hoffe aber nicht, dass es noch einmal dazu kommt und wir diese Krise baldmöglichst wie die Grippe behandeln können, weil genug geimpft oder immunisiert sind durch Ansteckung.

Ich könnte noch ewig weiterschreiben. Aber Sie sehen: Man muss das sehr differenziert betrachten und zur jeweiligen Lage anpassen.