Reinhard Bohse
FREIE WÄHLER

Frage an Reinhard Bohse von Qvex Qe. Eözre bezüglich Raumordnung, Bau- und Wohnungswesen

24. August 2019 - 18:26

Sehr geehrter Herr Bohse,
mich bewegen zu diesem Themenbereich gerade zwei Bereiche:
1.
Welche Konzepte gibt es in Leipzig zur Förderung des sozialen Wohnungsbau?
Ich frage mich beispielsweise, wie in dieser Stadt voller Studenten und berufstätiger Single ein Rentner am Ende seines Berufslebens mit einem schmaleren Budget eine Wohnung in einem Stadtteil finden soll, in dem man gerne seinen Lebensabend verbringen möchte? Andererseits gibt es kaum bezahlbare (bzw. kaum aus nur 1 Gehalt bezahlbare) Wohnungen in einer Größe, in der auch eine Familie mit mehr als einem Kind angemessen wohnen kann?
2.
Wie will die Stadt Leipzig künftig das Thema Elektromobilität in die Stadtentwicklung integrieren, um es wirklich zu einer Alternative für nennenswerte Mengen an Nutzern zu machen? ...sprich: Wie steht es um die "Steckdose" hinterm Haus auf dem privaten Grund meines Vermieters?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dirk Römer

Frage von Qvex Qe. Eözre
Antwort von Reinhard Bohse
26. August 2019 - 05:37
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 11 Stunden

Sehr geehrter Herr Qe. Eözre,
vielen herzlichen Dank für Ihre Nachfrage. Beim sozialen Wohnungsbau gibt es eine Antwort: bauen, bauen und noch einmal bauen und zwar durch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Aber auch privates Bauen mit höheren Mieten hilft den Wohnungsmarkt zu entlasten. Wo aber bauen? Das ist die Frage, denn umso größer die Stadt wird, desto problematischer die Flächensuche. Verdichten ist nicht das Heilmittel, im Gegenteil, aber im nahen Umland gibt es noch Platz (z.B. Liebertwolkwitz).
Was die Zukunft des Verkehrs betrifft, da ist ehrlich gesagt noch vieles offen. Immerhin sind wir mit der Straßenbahn schon elektromobil unterwegs. Doch, ob das auch für den Individual- Verkehr passt, weiß ich nicht. Wir als FREIE WÄHLER meinen, dass die Wasserstofftechnik Lösungen bringt, die weniger die Umwelt belasten als die Herstellung von Batterien. Außerdem kann prinzipiell der Verbrennungsmotor mit Wasserstoff betrieben werden. Wir glauben also nicht daran, dass die Elektromobilität der Königsweg ist. Die Wasserstofftechnik würde die fossile Energiegewinnung (CO2-Treiber) ablösen (Timm Koch: Das Supermolekül). Kurz, wir müssen damit leben, dass noch einiges in der Zukunft bei uns offen ist. Die Bayern sind da schon weiter. Freundlich grüßt Reinhard Bohse