DIE LINKE

Frage an Oskar Lafontaine von Unenyq Oenha bezüglich Soziales und Familie

19. August 2009 - 13:29

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

ich habe seit ich wählen darf immer spd gewählt,aber seit schröder harz4 eingeführt hat,ist diese für mich nicht mehr wählbar. die spd war für mich immer eine arbeiterpartei die eng mit den gewerkschaften und betriebsräten zusammen gearbeitet hat und für soziale gerechtigkeit eingetreten ist.also alles das,was Sie in ihrer partei und programm propagieren.ich bezeichne Ihre partei gerne mal als das sprachrohr des kleinen mannes,und wenn diese spd nichts mit Ihnen und Ihrer partei zu tun haben will,dann möchte sie demzufolge ja auch nichts mit dem "kleinen mann" zu tun haben.auch aus diesem grund ist die spd für mich nicht mehr wählbar.wie kann eine partei sich selbst so derart demontieren ? so ...aber nun zu meiner frage : da ja bald wahlen anstehen würde ich Sie gern mal fragen wie Sie mit der agenda2010 umgehen würden,und wie Sie zu der situation der zeitarbeiter stehen,für die ich in den letzten jahren des öfteren mal tätig war? ich wünsche Ihnen und Ihrer partei viel erfolg bei den anstehenden wahlen..
mit freundlichen grüßen

Harald Braun

ps.: die rechtschreibreform ist mir egal !!! ;-)

Frage von Unenyq Oenha
Antwort von Oskar Lafontaine
22. August 2009 - 09:09
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 19 Stunden

Sehr geehrter Herr Braun,

Oskar Lafontaine bedankt sich für Ihre Anfrage und hat mich gebeten Ihnen zu antworten.

DIE LINKE will Hartz IV abschaffen, denn das ist Armut per Gesetz. Alle Erwerbslosen müssen gleich behandelt werden und somit den gleichen Zugang zu arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen haben. Alle Ein-Euro-Jobs müssen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse umgewandelt werden. Bis zu der Einführung einer bedarfsdeckenden und sanktionsfreien Mindestsicherung fordern wir die Anhebung des Regelsatzes auf 500 Euro.

Wir wollen gute Löhne. Löhne müssen wieder der Produktivität folgen.
Löhne sind auch Einkommen, woraus Nachfrage auf dem Binnenmarkt entsteht. Leiharbeit muss strikt eingeschränkt werden und die Stärkung der Interessen der Beschäftigten bei flexiblen Regelungen ist oberste Priorität.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel