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Ole von Beust
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Frage von Peter A. •

Frage an Ole von Beust von Peter A. bezüglich Bildung und Erziehung

Sehr geehrter Herr von Beust,

in der Ausgabe des Hamburger Abendblatts vom 31. Januar 2008 werden Sie unter dem Titel "Von Beust setzt auf sachlichen Wahlkampf" mit den Worten zitiert "Er habe von Gesamtschulen jedenfalls die Nase voll".

Zum einen hätte ich gerne gewusst, ob Sie von Autor Florian Kain hier richtig zitiert worden sind. Und zum anderen, sollte dies der Fall sein, wie diese Aussage zu verstehen ist. Immerhin sind sie im Anglo-German Club als Bürgermeister aufgetreten, nicht als CDU-Spitzenkandidat im Wahlkampf.

Bedeutet "die Nase voll haben", dass Sie die Arbeit - beispielsweise - der Max-Brauer-Schule, einer integrierten Gesamtschule, ausgezeichnet mit dem deutschen Schulpreis, nicht für anerkennenswert halten?

Mit freundlichen Grüßen

Peter Albrecht

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Albrecht,

meine Aussage sollte nicht als Kritik an der Arbeit der Gesamtschulen verstanden werden. Viele Gesamtschulen leisten eine hervorragende Arbeit. Vielmehr wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich die seit vielen Jahren stark ideologisch geführte Diskussion über das Für und Wider der Gesamtschule nicht für zielführend halte. Ich bin dagegen, eine Schulform gegen die andere auszuspielen.

Ich stehe hinter dem von der Bürgerschaft beschlossenen Zwei-Säulen-Modell. Denn ich bin davon überzeugt, dass die Schaffung sogenannter Stadtteilschulen, in denen das Angebot der Haupt- und Realschulen und der Gesamtschulen zusammengefasst werden soll, ein Erfolgsmodell werden wird. Umso bedauerlicher ist es, dass der zunächst parteiübergreifende Konsens von den Oppositionsfraktionen wieder verworfen wurde.

Die Wahlfreiheit der Eltern muss erhalten bleiben. Über die Hälfte der Eltern wählt für ihr Kind das Gymnasium. Eine staatlich verordnete "Zwangsbeglückung" wird es mit mir nicht geben.

Mit freundlichen Grüßen

Ole von Beust