Wie wollen Sie verhindern, dass angehende Psychotherapeutinnen wegen prekärer Ausbildung und Honorarkürzungen aussteigen und so die Versorgung von Kassenpatientinnen leidet?
Ich wende mich als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin i.A. an Sie. Seit meinem Master vor 3Jahren arbeite ich unter belastenden Bedingungen unterhalb des Mindestlohns, mit zusätzlichen Ausbildungskosten von rund 30.000€, erheblichen Einbußen und dauerhaftem Lohnausfall. Ich lebe aktuell am Existenzminimum und kann mir die Ausbildung nur leisten, weil ich seit meinem 18.LJ durchgehend nebenher zusätzlich arbeite. Die geplanten Honorarkürzungen verschärfen meine Situation ins kaum mehr Tragbare. Sie betreffen nicht nur mich, sondern gefährden langfristig die ambulante Versorgung.
Ich bin unsicher, ob ich mir eine eigene Praxis für KassenpatientInnen überhaupt leisten kann. Die fehlende Sicherheit beeinflusst die Versorgung direkt. Ambulante Psychotherapie stellt nachweislich einen zentraler Schutzfaktor gegen Arbeitsunfähigkeit und lange stationäre Aufenthalte dar.
Ich bitte Sie daher, den Beschluss des Bewertungsausschusses zu prüfen und zu beanstanden.

