Sehen Sie eine Möglichkeit, die angedachte Budgetierung der ambulanten Psychotherapie zu stoppen, um so langfristig eine angemessene psychotherapeutische Versorgung für alle zu gewährleisten?
Sehr geehrte Frau Warken, die Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen nehmen zu (vgl. DGPNN, Basisdaten psychische Erkrankungen 02/2025), dabei erhalten derzeit nur 26% der Menschen mit einer schweren depressiven Episode eine leitliniengerechte Behandlung. Im Bereich der Versorgung von psychischen Erkrankungen zu sparen, wird sich mittel- und langfristig negativ auf die Produktivität und Wirtschaftlichkeit auswirken, denn psychische Erkrankungen können chronifizieren und die betroffenen Menschen erlangen dann ihre Arbeitsfähigkeit nicht mehr. Auch bzgl. der Zunahme der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen sind die geplanten Kürzungen nicht sinnvoll - wie soll man Eltern mit einem psychischen kranken Kind erklären, dass sich die Wartezeiten auf einen Therapieplatz weiter erhöhen werden?

