Nadine Schön
CDU
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Frage von Wna Fpuöaroretre an Nadine Schön bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 28. Juli. 2019 - 08:49

Haben Sie sich aus unabhängigen Quellen über die Sinnhaftigkeit einer Zwangsimpfung gegen Masern informiert?
Haben Sie sich über die Anzahl und Ausmaße von Impfschäden unabhängig informiert?
Falls ja: mit welchem Ergebnis?
Danke im voraus.

Von: Wna Fpuöaroretre

Antwort von Nadine Schön (CDU) 31. Juli. 2019 - 12:43
Dauer bis zur Antwort: 3 Tage 3 Stunden

Sehr geehrter Herr Schöneberger,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an meiner Meinung zum Masernschutzgesetz.
Als Mutter von zwei Kindern im Kindergartenalter habe ich mich selbstverständlich mit Schutzimpfungen, u.a. gegen Masern, auseinandergesetzt. Impfungen zählen für mich zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen, die uns zur Verfügung stehen. Die Impfung schützt nicht nur die geimpften Personen selbst, sondern insbesondere indirekt auch die Menschen, die sich nicht selbst impfen lassen können, so z. B. Säuglinge oder anderweitig erkrankte Menschen.
Warum das Bundesgesundheitsministerium nun auf eine verpflichtende Regelung setzt, hat Gründe: Die Masern sind hoch ansteckend und können zu schweren Krankheitsverläufen, Spätfolgen bis hin zu Todesfällen führen. Europaweit wurden im Jahr 2018 12.352 Masernfälle gemeldet. 2019 wurden in Deutschland bis Mitte Juni bereits 429 Fälle registriert. Im gesamten Jahr 2018 betrug die landesweite Zahl der gemeldeten Erkrankungen 544 Fälle. Trotz aller Aufklärungskampagnen sind die Impflücken bei Masern in Deutschland weiterhin zu groß. Deshalb halte ich eine Impfpflicht für vertretbar.
Bei Masern bedeutet eine niedrige Impfquote ein hohes Gesundheitsrisiko. Gerade weil Masern eine schwerwiegende Erkrankung sind, halte ich es für richtig, dass wir den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Spahn nach der Sommerpause im Bundestag debattieren werden. Im Rahmen einer zu erwartenden Anhörung werden auch Experten (darunter Ärzte, Wissenschaftler) zu Wort kommen.
Wichtig ist meiner Meinung auch, dass wir alle Bürger stärker über die Krankheit und die Impfung informieren, gerade auch um Ängste abzubauen und Falschinformationen zu widerlegen.
Mit freundlichen Grüßen
Nadine Schön