Wie soll ich als niedergelassene Psychotherapeutin mit einem halben Sitz nach dem Erlass des Beitragsstabilisierungsgesetzes meine Existenz sichern?
Sehr geehrte Frau Wittmann, fassungslos habe ich das politische Geschehen der letzten Wochen beobachtet. Der Beschluss des Beitragsstabilisierungsgesetzes bedeutet eine akute Bedrohung meiner Existenz als niedergelassene Psychotherapeutin mit einem halben Kassensitz (wie 70 % aller meiner Kollegen/innen. Vor Jahren wurde die Halbierung der Kassensitze bewusst von der Politik gefördert, um des zunehmenden Bedarfs an ambulanten Therapieplätzen gerecht zu werden. Mit einem halben Kassensitz ist es derzeit möglich bei 6 Wochen Urlaub im Jahr mit 26-30 Patienten pro Woche die eigene Existenz zu sichern. Mit dem neuen Gesetz kann ich meine Praxis schließen. Zudem fallen insgesamt mind. 40% aller Therapieplätze weg! Wie kann das sein? Was passiert gerade in der Politik? Psychische Erkrankungen nehmen zu nicht ab! Dafür gibt diverse Belege und Studien! ( Überblick: www.statista.de)
Ich bitte Sie, setzen Sie sich für diese wichtige gesellschaftliche Thema ein!
MfG Julia B.

