Matthias Heyder
NPD
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Frage an Matthias Heyder von Steffen H. bezüglich Umwelt

Sehr geehrte Herr Heyder,

die Grünen sprechen sich in Sachsen-Anhalt für den Wassercent aus. Heute erst teilte der MDR mit das Sachsen-Anhalt ein einziger Schwamm ist und das die Landwirtschaft regelrecht am Grundwasser ertrinkt. Mangelnde Abwassergräben usw. sind die Übeltäter.Was wollen sie gegen das Problem immer steigendes Grundwasser tun? Ist es ihrer Meinung nach sinnvoll Wasser aus dem Erdreich mehr zu nutzen? Außerdem, plant die Landesregierung nach den Wahlen Regenwasser landesweit, welches auf Privatgrundstücke fällt auf den Bürger umlegen. Sollte Wasser, welches vom Himmel fällt dem Bürger als Abwasser verrechnet werden? Sprich soll der Bürger ihrer Meinung nach für solche Kosten zur Kasse gebeten werden? Wie steht ihre Partei zu diesem Thema?

Mit freundlichen Grüßen

S. Heidenreich

Frage von Steffen H. am
Thema
Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 20 Stunden

Grüß Sie Herr Heidenreich,

die Grundwasserproblematik ist sehr komplex. Sie zeigt allerdings in Gänze wie kaputt Sachsen-Anhalt ist. Ich versuche die Problematik mal so darzustellen, wie ich sie sehe:

Durch die planmäßige Deindustrialisierung Mitteldeutschlands kam es zu einem deutlich verringerten Bedarf an Wasser (weniger Firmen, Abwanderung etc.).
Weiterhin hatte die Landesregierung nichts Wichtigeres zu tun, als die Talsperren zu privatisieren. (Wenn für irgendetwas auf der Welt der Begriff „Volkseigentum“ passt, dann auf die zu DDR Zeiten gebauten Talsperren. Doch diese müssen jetzt „Gewinn“ erwirtschaften.)

Gewinnorientierte Wasserversorgung zusammen mit einem wirtschaftlich am Boden liegenden Land führte zum Abschalten der Grundwasserpumpwerke. Es ist ja auch preiswerter, sich die Talsperren vollregnen und das Wasser dann bergab zum Kunden laufen zu lassen, als es teuer hochzupumpen.

Auf einer dritten Ebene gab es plötzlich keinerlei „Meliorationstechniker“ mehr. Zur Erinnerung: zu DDR Zeiten hielt sich jede betroffene LPG eine entsprechende Abteilung, die die Entwässerungsgräben pflegte und nach einem festgelegtem Zeitplan ausbaggerte. Zusammen mit der hier fast wie eine Religion betriebenen Umweltschutzhysterie verwilderten und bewuchsen die Entwässerungsgräben und können Ihre Aufgabe nicht mehr wahrnehmen.

Jetzt mögen sich ja Biber und Wölfe und sonstiges Getier in diesen Sümpfen wohlfühlen, aber die Bürger des Landes haben Grundwasser in ihren Kellern. Solche Häuser sind nicht verkäuflich und leiden mit den Jahren an ihrer Standfestigkeit. Dies zerstört Existenzen! Der kalte grüne Tod.

Die Landesregierung hat dieses Thema nie aufgegriffen, wohl weil „nur“ einige Gebiete um Schönebeck über Jahre betroffen waren. Nunmehr steht aber Sachsen-Anhalt relativ großflächig unter Wasser und etwas muss passieren.

Unsere Meinung ist da ganz eindeutig: Grundwasser im Keller ist Hochwasser und damit Landessache. Hier müssen Gelder bereitgestellt werden und effektive Maßnahmen zur Grundwasserabsenkung getroffen werden.

Weiterhin sind wir ganz klar gegen jede weitere Belastung der Bürger. In einem Land mit unserem Lohndurchschnitt und unserer Zahl an Abwanderern ist eine weitere Verschlechterung der Lebensbedingungen nicht verantwortbar.

Ihr Matthias Heyder