Marie-Luise Dött
CDU
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Frage von Wraavsre Fpuervare an Marie-Luise Dött bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 11. Okt. 2019 - 18:14

Sehr geehrte Frau Dött,

ich wende mich heute als Mutter an Sie, mit der Frage, wie stehen Sie persönlich zu der geplanten Impfpflicht? Wie werden Sie abstimmen? Haben Sie sich persönlich bereits mit beiden Seiten auseinander gesetzt, also nicht nur mit dem Pro auch mit dem Contra Impfen? Haben Sie sich bereits selber belesen, oder folgen Sie dem was die STIKO oder das RKI an Empfehlungen geben?

Ich persönlich kann nicht weiter tatenlos zusehen, wie mir als Mutter von der Politik / dem Staat vorgeschrieben werden soll wann und ob ich mein Kind bzw. mich impfen lassen muss. Das außer Acht gelassen werden soll, dass jeder ein Recht auf körperliche Unversehrtheit hat. Mit jeder Impfung die verpflichtend ist, wird dieses RECHT gebrochen. Mit jeder Spritze die der Arzt gegen meinen Willen injiziert begeht er Körperverletzung. Was ist mit den ganzen Nebenwirkungen die eine Impfung mit sich bringt?

Wie kann ich zulassen, dass versucht wird eine Masern-Impfpflicht durchzusetzen?! Die Zahlen sind seit Jahren Rückläufig.

Wo soll das alles hinführen? Der Staat nimmt uns, unser freies Leben, unsere Meinung, unsere Entscheidungsfreiheit, unser Recht auf Selbstbestimmung....folgt dem was die Pharmaindustrie vorgibt. Ich dachte diese Zeiten sein vorbei, in dem der Staat über das Wohl des einzelnen bestimmt. Wie weit will die Politik uns Bürger noch bestimmen?

Ich werde mir das Recht der Selbstbestimmung von keinem Politiker, keinem Staat oder sonstigen Institutionen nehmen lassen. Ich will meinem Kind sagen, ich habe alles getan was ich konnte. Ich weiß, ich bin nicht alleine mit meiner Meinung und wir gemeinsam werden nicht aufhören unsere Stimme zu erheben. Eine Impfpflicht ist nur gut für die Kassen der Pharmaindustrie die sowohl an die Impfstoffen sowie auch an den Folgeschäden bei einem Impfschaden verdient, die Leittragenen sind in diesem Fall wir Bürger und unsere Kinder.

Ich freue mich auf eine Rückmeldung von Ihnen.

Von: Wraavsre Fpuervare

Antwort von Marie-Luise Dött (CDU)

Sehr geehrte Frau Fpuervare,

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten für Menschen. Einen guten Überblick und Zusammenhänge über diese Krankheit bietet Ihnen ein Auszug aus der Zeitung "Die Zeit", die ich Ihnen beigefügt habe.

Die Ausbreitung der Masern kann unterbunden werden, wenn mehr als 95 Prozent der Bevölkerung einen Impfschutz haben. Dadurch können zugleich Menschen geschützt werden, die sich etwa wegen einer chronischen Krankheit nicht impfen lassen können. Nach reiflicher Überlegung und Diskussion haben wir daher entschieden, eine Masernimpfpflicht überall dort einzuführen, wo Menschen täglich in engen Kontakt miteinander kommen. Egal ob in der Kita, bei der Tagesmutter, in der Schule oder der Flüchtlingseinrichtung – wir wollen möglichst alle Kinder vor einer Masernansteckung schützen. Die Impfpflicht wird mittelfristig zu einer deutlichen Steigerung der Impfquoten und damit zu einem verstärkten Gesundheitsschutz insbesondere für Kinder und die Schwächsten in unserer Gesellschaft führen.

Fest steht: Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Gleichzeitig schützt die Impfung nicht nur die geimpften Personen selbst, sondern insbesondere indirekt auch die Menschen, die sich nicht selbst impfen lassen können, so z. B. Säuglinge bis zum 6. Lebensmonat oder anderweitig erkrankte Menschen.

Vor diesem Hintergrund haben wir in den letzten Jahren viel für die Prävention in Deutschland getan. So haben wir 2017 mit dem Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten für eine bessere Durchsetzbarkeit der Pflicht zur Impfberatung der Eltern vor Aufnahme ihrer Kinder in einer Kita beschlossen. Dabei setzten wir auf objektive ärztliche Beratung der Eltern, um ihnen Ängste zu nehmen und über Impfungen aufzuklären. Um dafür zu sorgen, dass die Impfberatungspflicht keine leere Worthülse ist, droht Eltern, die sich der Beratung verweigern, nach geltendem Recht des Infektionsschutzgesetzes ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro. Dabei steht bei uns nicht die Strafe im Mittelpunkt, sondern die so wichtige Aufklärung der Eltern. In diesem Zusammenhang haben wahrscheinlich auch Sie die Plakate der Kampagne „Deutschland sucht den Impfpass“ gesehen, mit der wir unter anderem schon seit 2015 über die Impfung - insbesondere gegen Masern - deutschlandweit informieren.

Defizite bestehen derzeit beim Impfschutz von Kindern bei den zweiten Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln. Insbesondere liegen aber die Quoten der Erwachsenen bei der Masernimpfung noch unter den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). So veröffentlichte die WHO erst kürzlich aktuelle Daten zur Ausbreitung von Masern und damit zusammenhängenden Todesfällen: Im Jahr 2017 lag die Zahl der Infektionen bei rund 6,7 Millionen Fällen, 110.000 Menschen starben laut den Berechnungen. Die Mehrzahl der Betroffenen von Infektionen mit Todesfolge waren Kinder unter 5 Jahren. Auch steigt die Infektionsrate rasant an, weltweit kam es zu einer Verdopplung der Infektionen, in Europa sogar zu einer Verdreifachung. Diesen Trend gilt es mit aller Kraft zu stoppen.

Bei Masern bedeutet eine niedrige Impfquote ein hohes Gesundheitsrisiko. Masern sind eine schwerwiegende Erkrankung - deswegen halte ich es für richtig, dass wir prüfen, wie für Kinder eine Impflicht gegen Masern eingeführt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Marie-Luise Dött