Welchen Standpunkt vertritt die Linke in Fragen der Zukunft des Heilpraktischen Tuns? Plant ihr da Verbesserungen und Förderung im Gesundheitswesen?
Für mich steht im Mittelpunkt: Gesundheit darf keine Ware sein. Unser Gesundheitssystem wird zunehmend nach wirtschaftlichen Interessen organisiert – mit Klinikschließungen, Personalmangel und immer weniger Zeit für Patient*innen. Das ist eine Entwicklung, die ich grundsätzlich ändern möchte.
Viele Menschen wenden sich auch an Heilpraktikerinnen oder andere komplementäre Angebote. Das zeigt, dass viele Patientinnen sich im Gesundheitssystem mehr Zeit, eine ganzheitlichere Betrachtung und niedrigschwellige Hilfe wünschen. Diese Bedürfnisse sollten wir ernst nehmen.
Gleichzeitig muss der Schutz der Patientinnen immer oberste Priorität haben. Deshalb braucht es transparente Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten und ihre Grenzen sowie klare Qualitätsstandards im Interesse der Patientinnen.
Mein politischer Schwerpunkt liegt darauf, das öffentliche Gesundheitssystem zu stärken: mit mehr Personal, wohnortnaher Versorgung, guten Arbeitsbedingungen für Beschäftigte im Gesundheitswesen und einer solidarischen Finanzierung, bei der alle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen. Nur so bekommen alle Menschen Zugang zu guter medizinischer Versorgung – unabhängig vom Geldbeutel.


