Wie würden Sie das Parkplatzproblem in Charlottenburg lösen? Ich habe den Eindruck, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, einen Parkplatz zu finden.
Vielen Dank für Ihre Frage. Ihren Eindruck teilen viele Menschen in Charlottenburg. Tatsächlich ist es in vielen Kiezen Jahr für Jahr schwieriger geworden, einen Parkplatz zu finden. Das betrifft insbesondere Anwohnende, Handwerkerfirmen, Pflegedienste und Familien, die auf das Auto angewiesen sind.
Für mich gilt: Mobilitätspolitik darf nicht gegen die Menschen gemacht werden. Wer in Charlottenburg wohnt und sein Auto benötigt, muss auch eine faire Chance haben, einen Parkplatz in Wohnortnähe zu finden.
Deshalb setze ich mich für mehrere Maßnahmen ein:
- Parkraum muss in erster Linie den Anwohnenden zur Verfügung stehen. Bewohnerparkzonen und Parkraumbewirtschaftung können dazu beitragen, den Parksuchverkehr zu reduzieren und die verfügbaren Stellplätze besser für die Menschen vor Ort zu sichern. Mit der Einführung der Parkraumbewirtschaftung ist es aus meiner Sicht gelungen, etwas Entspannung zu bekommen. Ich wohne selbst im Kiez und merke bei uns in der Straße, dass es wieder einfacher geworden ist, einen Parkplatz zu finden.
- Baustellen müssen besser koordiniert werden. Oft fallen über Monate hinweg zahlreiche Stellplätze weg, ohne dass die Arbeiten sichtbar voranschreiten. Hier braucht es mehr Kontrolle und eine schnellere Abwicklung. Die CDU Berlin fordert bereits seit Jahren eine bessere Baustellenkoordination. Deswegen hat der Senat auch endlich einen Baustellenkoordinator eingeführt. Aus meiner Sicht müssen wir hier aber noch mehr machen. Auch der Bezirk kann durch ein noch engeres Monitoring vom Baustellenfortschritt für Schnelligkeit im gesamten Bauprozess sorgen.
- Bei neuen Verkehrsprojekten muss die tatsächliche Parksituation vor Ort berücksichtigt werden. Ich halte nichts davon, Parkplätze ersatzlos wegfallen zu lassen, ohne praktikable Alternativen zu schaffen.
- Bestehende Parkhäuser und Quartiersgaragen sollten stärker genutzt und dort, wo sinnvoll, ausgebaut werden. Dadurch können Straßenräume entlastet werden.
Gleichzeitig ist mir wichtig: Charlottenburg braucht Mobilität für alle. Gute Fußwege, attraktive öffentliche Verkehrsmittel, sichere Radwege und ausreichend Parkmöglichkeiten gehören nicht in Konkurrenz zueinander. Eine erfolgreiche Verkehrspolitik berücksichtigt die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer statt einzelne gegeneinander auszuspielen.
Mein Ziel ist daher eine pragmatische Verkehrspolitik, die den Parkdruck spürbar reduziert und den Menschen im Kiez das Leben erleichtert.

