Frage an Karl-Ludwig Kunstein von Puevfgvar Xvepuubss bezüglich Städtebau und Stadtentwicklung

05. Oktober 2018 - 10:14

Sehr geehrter Herr Kunstein,

ich habe Ihr Interview im HR Kandidatencheck https://www.hessenschau.de/politik/wahlen/landtagswahl-2018/kandidatenc… mit Interesse verfolgt. Schade, dass nur wenige Kandidaten der AfD dort Gesicht gezeigt haben.

Sie sprechen auch den Wohnungsbau an. Inzwischen sind durch mannigfaltige Vorschriften bspw. zur Dämmung von Wohnhäusen die Kosten ja explodiert.

Welche Maßnahmen würden Ihrer Meinung nach die Kosten im Wohnungsbau so senken, dass auch mehr privat finanzierter Wohnraum entstehen könnte?

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß
Puevfgvar Xvepuubss

Frage von Puevfgvar Xvepuubss
Antwort von Karl-Ludwig Kunstein
05. Oktober 2018 - 13:20
Zeit bis zur Antwort: 3 Stunden 5 Minuten

Sehr geehrte Frau Xvepuubss,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen gerne beantworte. Zum Ersten haben die Kommunen und die
Regierungen der letzten Jahre versäumt, sich um bezahlbaren Wohnraum zu kümmern.
Wir müssen grundsätzlich trennen nach dem sogenannten "Sozialen Wohnungsbau" und nach "privaten Häuslebauern".
Diese bauen ja sehr stark durch die niedrigen Zinsen.
Bezüglich des Soz. Wohnungsbaus, den es wohl kaum noch gibt, sollte sich die Bundesregierung raushalten und sozialistische
Mietpreisbremsen negieren. Denn die führen zu noch größerer "Baumüdigkeit" weil dadurch die Renditen sinken.
Grundsätzlich halte ich es für notwendig, unsere Bauvorschriften nach ihren Notwendigkeiten zu überprüfen und eventuell zu
korrigieren. Wir bauen noch nach altem Chema, quasi für einen "Atomkrieg", befinden uns aber in der Neuzeit.
Da scheint mir neben der deutschen Regelungswut noch Luft nach oben zu sein. Dazu kommt, dass kostengünstiges Bauland
gebraucht wird. Das müssen die Kommunen zur Verfügung stellen, die ja auch die Grunderwerbssteuer kassieren, über die man
ebenfalls diskutieren kann.
Im Augenblick verwundert mich, dass wir für 1,5 bis 2 Mio. Flüchtlinge Wohnungen und Häuser zur Verfügung stellen können,
aber für die arbeitende Bevölkerung Wohnungen unerschwinglich geworden sein sollen. Geographisch muss man da wieder
trennen, denn in den Ballungszentren steigen die Mieten, auf dem Land scheinen sie konstant zu bleiben. Aber dorthin möchte
wohl im Augenblick kein Flüchtling...L

MfG K.-L. Kunstein