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Jürgen Unruhe
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Frage von Julian U. •

Frage an Jürgen Unruhe von Julian U.

Was will die SPD gegen den demographischen Wandel unternehmen, damit strukturschwache und dünn besiedelte Regionen wie der Kreis Höxter, weiterhin attraktiv für junge Menschen bleibt bzw. attraktiver wird. Es stehen bereits jetzt ca. 500 Häuser im Kreis Höxter leer. Wie will man Ortschaften, die da besonders stark von betroffen sind, lebendig und somit attraktiv für junge Menschen halten. In toten Städten und Ortschaften will niemand leben. Daraus resultiert, dass auch potenzielle Investoren diese Regionen in Zukunft oder vielleicht schon heute meiden werden.

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Antwort von
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Der Rückgang der Einwohnerzahl ist ein Problem, aber auch eine Chance. Der Überschuss der Fortzüge betrug im Jahr 2008 976 Personen, dazu kommt noch eine Sterbeüberschuss von 504 Personen (Zahlen it.nrw.de). Kurzum, jedes Jahr verliert der Kreis Höxter zweimal ihr Heimatdorf Bellersen. Für das Jahr 2030 wird es im Kreis Höxter noch 128.000 Einwohner geben, das ist übrigens der Bevölkerungsstand von 1960.

Was muss getan werden: Das größte Problem werden leerstehende Gebäude in unseren Ortkernen sein. Hier muss die Politik vor Ort früh darauf achten das die Eigentümer in die Verantwortung genommen werden müssen. Meiner Meinung nach muss auch im Bundesbaugesetz der Grundsatz: "Eigentum verpflichtet" endlich mit neuen Leben erfüllt werden. Der SPD KV Höxter hat dazu einen Antrag auf dem letzten Landesparteitag gestellt. Lieber eine Baulücke (durch Abriss) im Ort, als eine Ruine die sich negativ auf die Ortschaft auswirkt (Jeder kennt ja solche Beispiele).

Die Chance die wir haben: Wir können Bauland und Gebäude zu Preisen anbieten die sich junge Familien noch "Leisten" können. Wir haben eine wunderbare Landschaft, tolle Dorfgemeinschaften, eine niedrige Arbeitslosenquote, eine geringe Kriminalität usw. Was uns fehlt sind genügend Arbeitsplätze für Uni- und FH-Absolventen. Die werden wir auch (leider) nicht bekommen. Auch das ist eine Wahrheit.