PIRATEN

Frage an Jürgen Neuwirth von Fronfgvna Gbxnem bezüglich Verkehr und Infrastruktur

31. Juli 2013 - 09:32

Sehr geehrter Herr Neuwirth,

ich halte die Energiewende für notwendig, aber sie muss den Menschen noch eine lebenswerte Umgebung ermöglichen.
Wie wollen Sie die Verspargelung unseres schönen Landschaftsbilds durch Windräder verhindern, z. B. an der Birkenhainer Straße?
Die CSU will die Formel „mindestens 10 x so viel Abstand zu Wohngebieten wie ein Windrad hoch ist“. Was schlägt Ihre Partei vor?

MFG Tokarz

Frage von Fronfgvna Gbxnem
Antwort von Jürgen Neuwirth
01. August 2013 - 13:33
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 4 Stunden

Sehr geehrter Herr Tokarz,

die Piratenpartei Deutschland steht für die Umstellung von endlichen Energieträgern auf regenerative Energiequellen wie Wind-, Sonnen- und Wasserkraft, sowie heimisch erzeugte regenerative Energiequellen wie Biomasse. Durch die Umstellung ergeben sich langfristige stabile Strompreise und eine Verringerung der Leitungsverluste aufgrund dezentraler Erzeugung. Das sind Punkte die uns übrigens von den Grünen Unterscheiden. Wir betrachten die Energiewende nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch aus Ökonomischer. Die Bevölkerung muss durch die Energiewende leider auch gewisse Einschnitte hinnehmen, aber die Alternativen, ein Gas- oder Atomkraftwerk möchte auch niemand in seiner Nähe haben. Das Windrad stellt sich für mich als das kleinere Übel dar.

Populistische, und nicht mit Fakten belegbare Argumente der Freien Wähler, kann man getrost ignorieren. Trotz mehrerer tausend WKA (Windkraftanlagen) in Deutschland ist noch niemand durch Eisabwurf zu schaden gekommen. Die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden ist höher. Lässt man sich deshalb die Lust auf Wandern in der Natur nehmen? Auch starre Formeln der CSU muss ich entschieden zurückweisen. 10-facher Höhe der WKA = Abstand zur Wohngebieten würde für unsere Region bedeuten, dass überhaupt kein Windrad mehr aufgestellt werden dürfte. Es kommt viel mehr auf die regionalen Gegebenheiten an. So sind Windräder auf Anhöhen im Spessart sicher problematischer als im Ochsenfurter Gau aber auch hier nicht auszuschließen.
Zukünftig würde ich mir wünschen, dass sich Bürger aktiv an den Planungen beteiligen können oder gar genossenschaftlich selbst organisieren, wie z.B. die BürgerWIND eG Westfalen. Dazu muss die Politik die nötigen Rahmenbedingungen schaffen.

Gruß
Jürgen Neuwirth