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Hiltrud Breyer
Bündnis 90/Die Grünen
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Frage an Hiltrud Breyer von Günter M.

Sehr geehrte Frau Breyer,

dem Abstimmungsverhalten/ Parlamentarische Arbeit, hier bei abgeordnetenwatch.de oberhalb Ihres Profils leicht einsehbar, entnehme ich, dass sie dem " Entschließungsantrag zum Thema Sexuelle Ausbeutung" zugestimmt haben.

Frage: Warum haben Sie zugestimmt? Ist es nicht die Aufgabe von Politik Regeln zu setzen. Und Zwangsprostitution zu verhindern. Aber sollte Ihrer Meinung nach die Prostitution generell für die Freier strafbar werden? Ist es nicht die freie Entscheidung volljähriger Menschen, ob sie das wollen oder nicht?

Warum geht das EU-Parlament m.W. nicht gegen Arbeitsausbeutung so entschieden vor wie gegen Prostitution?

Mit freundlichen Grüßen

Günter Möder

Frage von Günter M. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 2 Tage

Sehr geehrter Herr Möder,

Was mich an Europa fasziniert ist vom "best practice" der Gesetzgebung in anderen Mitgliedsstaaten zu lernen und herauszufinden wie welche Gesetzgebung am besten gegen einen Missstand wirkt. Sei es in der Umweltpolitik, aber genauso im Gewaltbereich. Ich habe mich sehr intensiv mit der schwedischen Gesetzgebung auseinander gesetzt und bin der Meinung, dass sie wirksam gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist. Frauen sind keine Ware. Sie sollten auch nicht als Objekte gesehen werden. Wir wissen von zahlreichen Studien, dass Frauen die der Prostitution nachgehen, Opfer von Missbrauch und sexueller Ausbeutung waren.

Anbei ein sehr interessanter Link zum Thema: http://www.welt.de/vermischtes/article123878897/Sex-Kaeufer-sind-oft-eiskalt-und-zynisch.html . Selbstverständlich ist es die freie Entscheidung von Volljährigen ob sie miteinander Sex haben. Aber ich bin nicht der Meinung, dass die Körper von Menschen käuflich sein sollten. Ich kann ihnen den Artikel sehr ans Herz legen und ebenso den von ihnen genannten Entschließungsantrag, der meine Beweggründe enthält.

Selbstverständlich setze ich mich gegen jede Form der Arbeitsausbeutung ein, so wie sie dies hoffentlich auch tun.

Mit freundlichen Grüßen
Hiltrud Breyer