Herbert Rusche

| Kandidat Bundestag 2013-2017
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Jahrgang
1952
Wohnort
Frankfurt am Main
Berufliche Qualifikation
Kaufmann
Wahlkreis

Wahlkreis 174: Fulda

Wahlkreisergebnis: 2,3 %

Parlament
Bundestag 2013-2017

Die politischen Ziele von Herbert Rusche

Schon meine ersten politischen Aktivitäten zielten auf die umfassende Gleichberechtigung von Minderheiten und die Wahrung der Menschenrechten. Seither engagiere ich mich als schwul lebender Mann unter anderem für die Verbesserung der rechtlichen und gesellschaftlichen Situation von Homosexuellen. In dieser Arbeit sehe ich auch in Zukunft einen meiner Schwerpunkte.

Der Prozess um die NSU-Mordserie verdeutlicht, dass der Nationalsozialismus nicht in all seinen Facetten aufgearbeitet worden ist und das zugehörige Gedankengut nach wie vor zu rassistischen und menschenfeindlichen Aktionen führt. Die Aufklärung über die Verbrechen aus der NS-Zeit betrachte ich weiterhin als wichtige Aufgabe, wobei es mir auch um das Aufarbeiten der erfolgten Verdrängung dieser Verbrechen nach 1945 geht.

Als Abgeordneter, der die noch heute aktuelle Debatte über die Legitimität der chinesischen Besatzung Tibets erstmals in den Bundestag mit einbrachte, sehe ich mich auch zukünftig als Politiker, der Verstöße gegen Menschen- und Völkerrecht im Auge behält und hilft, auf Missstände aufmerksam zu machen.

Der Zusammenhang von Denken und Handeln, ökologische Nachhaltigkeit, Gesundheit und Tierschutz sind Themen, die mir schon lange bevor ich an der Gründung der GRÜNEN beteiligt war, am Herzen lagen. Die Tatsache, dass ich diese Partei 2001 verlassen habe, hat meiner Begeisterung für Umwelt- und Naturschutz, der stets auch uns Menschen hilft, keinen Abbruch getan.

Ich möchte mit offenen Augen und selbstständig denkend meine politische und gesellschaftliche Arbeit fortführen und dabei als Abgeordneter in erster Linie die Aufgabe erfüllen, die viele im politischen Geschäft bereits aufgegeben oder nie im Blick gehabt haben: Die Menschen und ihre Anliegen auch im Parlament zu vertreten.
Für mich ist es dabei unerlässlich, sich mit Anderen auszutauschen, sich zu vernetzen und über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.
Denken in Zusammenhängen und daraus resultierendes Handeln ist meine politische Devise.

In diesem Sinne: Klarmachen zum Ändern!

Über Herbert Rusche

Bereits in meiner Schulzeit war in der Nähe von Heidelberg Mitglied in einer lokalen Schülerinitiative, die Kontakte zum SDS in Heidelberg hatte. Als Jugendlicher gründete ich mit Freunden "Homo Heidelbergensis", die erste Schwulengruppe Heidelbergs. Später war ich Mitglied der Berliner Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW) und Mitarbeiter beim schwulen Frankfurter Kommunikationszentrum "Anderes Ufer".

Als Mitbegründer und Mitglied des Kreisverbandes Offenbach/Frankfurt der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher (AUD) wurde ich Mitglied der Grünen Liste Hessen (GLH) für die ich 1978 zur Landtagswahl kandidierte.

Später war ich Gründungsmitglied der Partei DIE GRÜNEN und wurde deren Landesgeschäftsführer. In meiner Amtszeit zogen die Grünen 1982 mit 8 % der erstmals in den Hessischen Landtag ein.
Ab 1985 war Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) und in der Fraktion der Grünen im Bundestag.

Zu dieser Zeit war ich der erste Abgeordnete seit Bestehen des Deutschen Bundestages, der sich offen zu seiner Homosexualität bekannte.

Zusammen mit Petra Kelly brachte ich eine Kleine Anfrage (Drucksache 10/6127) zur menschenrechtlichen und völkerrechtlichen Situation in Tibet im Parlament ein. Mit dieser Anfrage fand das Thema Tibet erstmals Erwähnung im Deutschen Bundestag. Sie löste eine Reihe von weiteren Anfragen und Anhörungen aus.

Nach meiner Zeit im Parlament war ich beruflich in kaufmännischen Bereichen und in der Telekommunikation meist selbstständig tätig. Zum grössten ehrenamtlich war ich in verschiedenen AIDS-Hilfen, der Homosexuellen Selbsthilfe und bei der Deutschen Buddhistischen Union tätig.

1999 und 2000 beteiligte ich mich aktiv bei der Chance 2000 und trat anschliessend bei Bündnis 90/Die Grünen aus, die sich für mich viel zu weit von den Idealen ihrer Anfangszeit entfernt hatten.

Am 24. August 2009 trat ich der Piratenpartei Deutschland im Landesverband Hessen bei.

Bei der Aufstellungsversammlung am 16./17. Februar 2013 in Grünberg wurde ich auf den zweiten Listenplatz der hessischen Landesliste für die Bundestagswahl 2013 gewählt. Am 22. Juni 2013 wurde ich zusätzlich als Direktkandidierender für den Bundestagswahlkreis 174 (Fulda) gewählt.

Alle Fragen in der Übersicht

Guten Tag, Herr Rusche!

Vielen Dank für Ihre Antwort vom 13.09.2013, die ja immerhin schon etwas mehr Licht ins Dunkel bringt. Sie...

Von: Byns Xenzre

Antwort von Herbert Rusche
PIRATEN

(...) Das Interesse darüber, was aus den einzelnen Mitgliedern dieser Kommune geworden ist, teile ich mit Ihnen. Ihre Frage nehme ich gerne als Anregung zu versuchen mit meinen Möglichkeiten etwas darüber heraus zu finden. (...)

Guten Tag, Herr Rusche!

Als Gründungsmitglied der Grünen waren Sie sicherlich auch auf deren Gründungsparteitag anwesend.
Bitte...

Von: Byns Xenzre

Antwort von Herbert Rusche
PIRATEN

(...) Diese "Indianerkommune" war eine antiautoritäre Kommune aus Nürnberg, die damals bei fast allen größeren Versammlungen der Grünen anzutreffen waren. Auch bei Versammlungen der damaligen Schwulenbewegung, die sich bundesweit organisieren und koordinieren wollte, waren sie anwesend. (...)

# Internationales 31Aug.2013

Wie bewerten Sie die Geschehnisse rund um die NSA und der Spionage in Deutschland?

Von: Snovna Zöyyre

Antwort von Herbert Rusche
PIRATEN

(...) ausspionieren unserer Daten durch die NSA und andere Geheimdienste waren für mich immer im Bereich des Möglichen, daher überrascht dieser Skandal mich mich nicht generell. Das Ausmaß, in diesen Orwellschen Ausmaßen, konnte ich mir so allerdings nicht vorstellen. (...)

# Umwelt 15Aug.2013

Sehr geehrter Herr Rusche,

diese Punkte klingen bereits sehr erfreulich!

Habe ich weit genug gedacht, dass das...

Von: Ebzna Pmlobeen

Antwort von Herbert Rusche
PIRATEN

(...) Es ist richtig, dass wir Piraten und ich auch persönlich überzeugt sind, dass für die meisten Wildtiere eine artgerechte Haltung in einem Zirkus nicht möglich ist. (...) Bei domestizierten Tieren, welche z.B. in einem "Streichelzoo" leben, ist eine artgerechte Haltung weitgehend möglich. (...)

# Umwelt 13Aug.2013

Wie stehen Sie zu ´Rechten fuer Tiere´ und zum Tierschutz allgemein ?

mit freundlichen Gruessen Helmut Kramer

Von: Uryzhg Xenzre

Antwort von Herbert Rusche
PIRATEN

(...)

Wann informieren Sie das Volk über das Inkrafttreten der Bereinigungsgesetze vom 30.11.2007?

Zum Beispiel den Artikel 57, der besagt:...

Von: enys uraar

Antwort von Herbert Rusche
PIRATEN

(...) Im Bundeswahlgesetz (BWG) heißt es unter § 15: (...)

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6 Fragen beantwortet
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