Fred Walkow
SPD
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Frage von Jenny P. •

Frage an Fred Walkow von Jenny P. bezüglich Wissenschaft, Forschung und Technologie

Sehr geehrter Herr Walkow,
ich erlerne z. Z. den Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten und verdiene 300,00 €/Monat. Da ich noch Zuhause wohne, etwas anderes lässt mein Einkommen auch nicht zu, kann ich eine kleine finanzielle Reserve zurücklegen. Ich strebe jedoch im nächsten Jahr ein Studium an. Meine Mutter ist, seit mein Vater verstarb, Alleinverdienerin in einem Haushalt mit zwei "Kindern".
Wie beantworten Sie und Ihre Partei die Frage der nötigen finanziellen Voraussetzungen für ein (Wunsch)-Studium. Wird es mir überhaupt möglich sein, trotz der Studiengebühr, in ein paar Jahren noch ein Studium zu beginnen, ohne dass ich ein gewisses Vermögen vorzuweisen habe? UND Wie kann es sein, dass die Höhe der Vergütung von Auszubildenden in Berufen mit ähnlichen Anforderungen so unterschiedlich "hoch" sind?

Antwort von
SPD

Liebe Jenny Pelzer,

vielen Dank für Deine Frage.
Ich wie auch die SPD sind der Meinung, dass jeder, der die Voraussetzungen dafür mitbringt, unabhänig vom Einkommen seiner Eltern ein Studium aufnehmen und abschließen kann. Chancengleichheit in der Bildung war und ist ein wichtiges Anliegen der SPD. Kein Land kann es sich leisten, das geistige Potential seiner Bürger brach liegen zu lassen. Jeder sollte die Förderung erfahren, die ihn bis zur vollen Aussschöpfung seines Leistungsvermögens befähigt. Die Einkommenssituation seiner Familie darf dabei keine ausschlaggebende Rolle spielen.

Nun zu Deiner letzten Frage: Wie kann es sein, dass die Höhe der Vergütung von Auszubildenden in Berufen mit ähnlichen Anforderungen so unterschiedlich "hoch" sind?
Leider ist es so, dass bei der gegenwärtigen Lehrstellenknappheit viele Ausbildungsbetriebe die Vergütung von Auszubildenden drücken. Allerdings muss man bei den Entgelten auch die unterschiedliche Ertragssituation der Lehrbetriebe berücksichtigen. Erfolgreiche Unternehmen mit hohen Gewinnen können höhere Entgelte zahlen als weniger erfolgreiche mit niedrigen Gewinnen. Eine Anpassung an das untere Level würde die ertragreichen Unternehmen entlasten, eine Anpassung an das obere Niveau die ertragsschwachen Unternehmen überfordern. Letztere Variante würde die Zahl der Ausbildungsplätze weiter verringern. Das kann aber in der gegenwärtigen Situation niemand wirklich wollen.

mit freundlichen Grüßen

Fred Walkow