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Frank-Walter Steinmeier
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Frage von Barbara U. •

Frage an Frank-Walter Steinmeier von Barbara U. bezüglich Innere Sicherheit

Sehr geehrter Herr Dr. Steinmeier

Ich beziehe mich auf nachfolgende Meldung und würde gern wissen, wie es möglich ist, dass Top- Terroristen einreisen und in Deutschlnd reden dürfen?
Sehen Sie sich auch das Bild des palästinensischen Kindes an. Brauchen wir nun auch noch Pampers- Salafisten?

"....Am 9. April will der ‚Koordinationskreis der palästinensischen Vereine und Gemeinden NRW‘ ein Familienfest in der Upsala Kinderwelt in Wuppertal feiern – Anlass ist der nationalistische „Tag des Bodens“. Als Stargast ist Leila Chaled angekündigt. Chaled gilt als Top-Terroristin, seit sie 1969 und 1970 an Flugzeugentführungen teilnahm. Sie ist führendes Mitglied der PFLP, die von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird..."
http://www.ruhrbarone.de/123964-2/123964

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Antwort von
SPD

Sehr geehrte Frau Uduwerella,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 27. März 2016 an Herrn Steinmeier, auf welche wir gern antworten möchten.

Die Volksfront zur Befreiung Palästinas (Popular Front for the Liberation of Palestine, PFLP) ist EU-weit als terroristische Vereinigung gelistet. Sollte ein bekanntes Mitglied einer solchen Organisation ein Schengenvisum beantragen, würde eine deutsche Behörde oder die eines Schengenpartners im Rahmen des Konsultationsverfahrens Bedenken gegen eine Visumserteilung geltend machen. Ihre Informationen zu der Veranstaltung hat das Auswärtige Amt an die zuständigen Polizei- und Innenbehörden weitergeleitet.

Für Deutschland ist die Sicherheit Israels ein besonderes Anliegen. Es ist aus Sicht der Bundesregierung deshalb richtig, dass Deutschland in unterschiedlicher Weise Beiträge zum Schutz des israelischen Staates leistet. Gleichzeitig ist die Schaffung eines lebensfähigen, friedlichen Palästinenserstaates die Voraussetzung für die Sicherheit Israels auf Dauer.

Auch deshalb zählt die friedliche Lösung des Nahost-Konfliktes zu den außenpolitischen Prioritäten der Bundesregierung. Die jüngste Eskalation der Gewalt zeigt, wie wichtig es ist, einen neuen politischen Prozess zu einer verhandelten Zwei-Staaten-Lösung anzustoßen. Die Bundesregierung hat die Parteien wiederholt aufgefordert, den Friedensprozess wieder mit Leben zu füllen. Sie wird auch weiterhin bilateral und im Verbund mit ihren europäischen und internationalen Partnern darauf hinwirken, dass die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Team Steinmeier