Eva-Maria Glathe-Braun
DIE LINKE
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Frage von Sryvk Arhonhre an Eva-Maria Glathe-Braun bezüglich Verkehr und Infrastruktur

# Verkehr und Infrastruktur 13. Sep. 2017 - 20:02

Sehr geehrte Frau Glathe-Braun,
im Rahmen der U18 Wahlen würde ich ihnen gerne ein paar Fragen stellen.

Wie stehen sie:
-zum Thema Dieselvebot in Großstädten?
-zum Verbrennungsmotorverbot ab 2030?
-zum Thema Rente ab 70

Viele Grüße und Danke im Vorraus,

Sryvk Arhonhre

Von: Sryvk Arhonhre

Antwort von Eva-Maria Glathe-Braun (LINKE) 14. Sep. 2017 - 11:47
Dauer zur eingetroffenen Antwort: 15 Stunden 45 Minuten

Guten Tag Herr Neubauer, 

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich gerne beantworte.

1. Dieselverbot in Großstädten

Wir wollen kein generelles Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in Innenstädten. Umweltzonen halten wir aber für ein gutes Instrument. Dabei ist zu betonen: es geht uns nicht um Fahrverbote, sondern darum, dass die Luft sauberer wird! Deswegen setzen wir uns für die Einführung einer blauen Plakette ein. Diese muss an die Einhaltung der Grenzwerte im Realbetrieb gebunden sein angesichts dessen, dass auch bei modernen EURO 6 Diesel-Pkw massive, durchschnittlich 6-fache Grenzwertüberschreitungen auftreten. Hierzu sollen die Hersteller auf ihre Kosten die Fahrzeuge entsprechend umrüsten, schließlich haben die Menschen diese in dem guten Glauben gekauft, dass sie sauber sind.

2. Verbrennungsmotorverbot ab 2030

Die wichtigste Maßnahme ist ein klares politisches Signal. Wir unterstützen daher den Vorschlag des Bundesrates, ab 2030 nur noch Pkw mit Null CO2-Emissionen zuzulassen. Kaufprämien wollen wir nur für Fahrzeuge mit den größten Potentialen zur Umweltentlastung wie Busse und Taxen. Weiterhin unterstütze ich die Forschung, gerade an der Uni Ulm, auf dem Weg hier gute zukunftsweisende Lösungen zu finden.

3. Rente ab 70

Die Rente erst ab 67 muss zurückgenommen werden, das ist eine Rentenkürzung durch die Hintertür. Forderungen nach einem Renteneintritt erst ab 69, 70, 71 oder 73 sind unrealistisch und unverantwortlich. Arbeiten bis zum Umfallen ist unwürdig und weder gesellschaftlich noch sozialpolitisch akzeptabel. Jede und jeder muss wieder spätestens ab 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen dürfen. Das ist finanzierbar. Wenn Menschen mindestens 40 Jahre Beiträge gezahlt haben, sollen sie bereits ab 60 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können. Perspektivisch sollen alle ab 60 Jahren in Rente gehen können.

Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße

Eva-Maria Glathe-Braun