Unterschied der DL zur LINKEN und anderen linken Kleinparteien?
Guten Tag Herr Ehrenberg,
seit vielen Jahren treten Sie für die DL/Demokratische Linke als Kandidat an. Daher meine Frage:
Können Sie einmal erläutern, was Sie bzw. die DL ganz konkret (z.B. programmatisch oder anderweitig) von der LINKEN oder anderen linken Kleinstparteien (wie z.B. Mera25) unterscheidet?
Wir sind ein Zusammenschluss von Gesprächskreisen mit Parteieigenschaft. Mit der "Linken" konkurrieren wir nicht direkt, sondern ergänzen sie eher. Das kommt in den Berliner Abgeordnetenhauswahlen dadurch zum Ausdruck, dass wir berechtigt sind, mit einer Landesliste anzutreten, jedoch nur direkt kandidieren.
Ein wichtiger Unterschied zur "Linken" ist, dass wir entschieden für ein allgemeines, auch "bedingungslos" genanntes, Grundeinkommen eintreten, womit sich die "Linke" lange schwer tat. Dieses Grundeinkommen für alle soll nicht üppig sein, aber existenzsichernd, u.a. bei stark steigenden Mieten, was ja seit langem schon ein ernstes Problem ist. Wann hilft denn ein "Mietendeckel" oder ähnliches, zu oft zu spät, wenn überhaupt? Das Grundeinkommen sichert die Zahlung der Miete für eine angemessene Wohnung auch in den sog. "Ballungsräumen". Steigen dort die Bestands- und Angebotsmieten, wird das Grundeinkommen sofort erhöht und schafft zugleich einen Anreiz, in Regionen mit niedrigen Mieten zu ziehen, wo Häuser leerstehen, sogar abgerissen werden, weil sie wegen Bevölkerungsverlust nicht vermietbar sind. Im Übrigen schafft ein solches Grundeinkommen einen erheblichen "Bürokratieabbau", worüber ja so oft geredet wird. Kürzung beim "Wohngeld" - schlimmes Thema, aber keins beim Grundeinkommen! Wohngeld, BAFöG, Grundsicherung, Kindergeld, Elterngeld etc. sind mit samt allen Anträgen überflüssig. Kein Arbeitsplatzverlust für Bürokraten, sollen aber lieber "Bäume pflanzen".
Soweit meine Antwort mit einem Beispiel.

