Dr. Peter Krämer

| Kandidat Hamburg
Dr. Peter Krämer
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Jahrgang
1963
Wohnort
Hamburg
Berufliche Qualifikation
Diplom-Physiker
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellter
Wahlkreis

Wahlkreis 17: Süderelbe

Wahlkreisergebnis: 2,2 %

Liste
Landesliste, Platz 14
Parlament
Hamburg

Hamburg

Bei weiterführenden Schulen soll es in den kommenden Jahren keine grundlegenden Reformen mehr geben.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Sowohl die Stadtteilschulen als auch die Gymnasien brauchen nun Zeit, um sich zu stabilisieren und eine innere Schulentwicklung zu betreiben. Ich will aber die Schulen unterstützen, die längeres gemeinsames Lernen freiwillig einführen wollen: z. B. Grundschulen plus Kitas oder Stadtteilschulen.
Die Studiengebühren sollen wieder eingeführt werden - das Geld sollen die Hochschulen zusätzlich erhalten.
Position von Dr. Peter Krämer: Lehne ab
Studiengebühren sind sozial ungerecht. Studiengebühren hindern Menschen aus bildungsfernen Schichten an der Aufnahme eines Studiums.
Hamburg soll im Bundesrat eine Initiative für die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen starten.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Wir GRÜNE sind für eine bundesweite Volksabstimmung. Die meisten Bundesländer machen positive Erfahrungen mit der Direkten Demokratie. Die Zeit ist reif, dieses neue Instrument der Bürgerbeteiligung auch auf Bundesebene einzuführen. Jedoch benötigen wir dafür einen Themenkatalog für Bund & Länder.
Die sieben Hamburger Bezirke sollen als eigene Städte auftreten und nicht mehr als Einheitsgemeinde.
Position von Dr. Peter Krämer: Lehne ab
Wir GRÜNE unterstützen das Anliegen den 7 Hamburger Bezirken mehr Kompetenzen zu geben, z.B. in der Verkehrspolitik. So sollte z.B. im Bezirk über Tempo-30-Zonen entschieden werden. Die Zerschlagung in 23 selbstständige Kommunen ist übertrieben & steht in keinem Verhältnis zur Stärkung der Bezirk
In Hamburg soll die Kita grundsätzlich gebührenfrei sein.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Die frühkindliche Bildung sollte nicht durch Gebühren finanziert werden. Aktuell gibt es aber keinen Spielraum, über die 5-stündige Grundbetreuung hinaus, Gebühren zu erlassen. Denn Vorrang haben jetzt Investitionen in die Qualität von Bildung und Betreuung.
Die Schuldenbremse ist gut für Hamburg.
Position von Dr. Peter Krämer: Lehne ab
Um keinen Investitionsrückstau anzuhäufen, braucht es eine Schuldenbremse, die es den Ländern weiterhin ermöglicht Kredite für "echte" Investitionen - nicht aber für konsumptive Ausgaben - aufzunehmen, und die die Kredite zwingend innerhalb der Nutzungsdauer der Investition tilgt.
Die Reiterstaffel und das Polizeiorchester sollten aufgelöst werden. Sie kosten zu viel.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Im Polizeiorchester arbeiten ganz normale Musiker, keine Polizistinnen und Polizisten, die Einnahmen sind gering. Die Reiterstaffel halten wir als polizeiliches Einsatzmittel für Menschenansammlungen oder Demonstrationen nicht für geeignet, die Kosten sind immens im Verhältnis zu anderen Maßnahmen.
Hamburg sollte viel mehr Flüchtlinge aufnehmen, als bisher.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Grundsätzlich erfolgt die Verteilung der Flüchtlinge über einen bundesweiten Schlüssel. Hamburg kann allerdings mehr tun, wie z.B. für syrische Flüchtlinge schon geschehen und indem Sozial- und Innenbehörde an einem Strang ziehen und fördern&wohnen von SAGA und Sprinkhof AG unterstützt werden.
Zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit soll es mehr Videoüberwachung auf Straßen und Plätzen geben.
Position von Dr. Peter Krämer: Lehne ab
Eine präventive Wirkung der Videoüberwachung lässt sich nicht belegen, Straftaten im Umfeld (Dunkelfeld) nehmen teilweise zu.
Der bezirkliche Ordnungsdienst sollte wieder eingeführt werden.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Die Abschaffung des bezirklichen Ordnungsdienstes hat viele Lücken gerissen. Eine Wiedereinführung des BOD sollte aber mit einer vorherigen Evaluation und Reaktion auf die Schwächen des alten Modells verbunden sein.
Gerichte und Staatsanwaltschaften sind zu verstärken, damit die Justiz schneller arbeiten kann.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Die SPD hat die Gerichte & die Staatsanwaltschaft zusammengestrichen. Es drohen sehr lange Verfahrenszeiten & eine eingeschränkte Strafverfolgung. Es macht keinen Sinn, die Polizei von Sparzwängen zu befreien, aber die Staatsanwaltschaft an den Rand der Arbeitsfähigkeit zu sparen.
Der Kulturetat sollte deutlich erhöht werden.
Position von Dr. Peter Krämer: Neutral
Einerseits ist Kultur wichtig für die Gesellschaft und den sozialen Zusammenhalt. Allerdings müssen vor dem Hintergrund der aktuellen Schuldenbremse alle ihren Beitrag leisten, es sei denn, wir erhöhen die Steuereinnahmen z.B. durch Vermögenssteuer auf Bundesebene.
Sozial Benachteiligte sollen den Öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen können.
Position von Dr. Peter Krämer: Neutral
Menschen mit geringem Einkommen (Sozialleistungsempfängerinnen und Empfänger, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Rentnerinnen und Rentner) sollen durch ein Sozialticket den öffentlichen Nahverkehr deutlich günstiger nutzen können.
Hamburg soll die Olympischen Spiele ausrichten.
Position von Dr. Peter Krämer: Neutral
Die GRÜNEN sind für eine Olympia-Bewerbung, wenn die Bedingungen stimmen: Olympische Spiele dürfen finanziell kein Fass ohne Boden werden, sie dürfen die soziale Spaltung nicht verstärken. Über eine Bewerbung muss die Bevölkerung in einem Referendum in Kenntnis der Rahmenbedingungen abstimmen können
Für eine bessere Luftqualität und um die Klimaziele zu erreichen, soll eine City-Maut eingeführt werden.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
spricht für sich.
Das Busbeschleunigungsprogramm soll gestoppt werden.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Das Programm kostest viel Geld für große Kreuzungsumbauten, die die Busse alleine nicht gebraucht hätten. Ein Kapazitätsende trotz Programm ist Ende der 2020er Jahre in Sicht, das Geld wäre in nachhaltige Verkehrsmittel wie Stadtbahn besser investiert.
Statt einer neuen U-Bahnlinie soll eine Stadtbahn gebaut werden.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Eine U-Bahn kostet fünfmal so viel, eine Stadtbahn kann schneller gebaut werden, ist leise, nachhaltig, oberirdische Haltestellen barrierefrei und gut zu erreichen, bindet abgehängte Stadtteile gut an, und kann dort eingesetzt werden, wo Busse die Fahrgäste nicht mehr fassen.
In der Innenstadt sollte es mehr Parkplätze geben.
Position von Dr. Peter Krämer: Lehne ab
Der öffentliche Raum muss wieder allen gehören -nicht nur Autofahrern-, lebenswert werden und zum Aufhalten einladen. Wir brauchen neue Verkehrskonzepte: Anwohnerparken, Kontrolle von Falschparkern, Alternativen stärken: Carsharing, ÖPNV, Fußgänger und Rad für weniger Lärm und besseren Klimaschutz
Für den Fahrradverkehr soll mehr getan werden, auch wenn das auf Kosten des Autoverkehrs geht.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Ja, z.B. Ausbau der Radwege, Vorfahrt auf Velorouten, StadtRad ausbauen, bei Straßensanierungen Verbesserungen für den Radverkehr mit berücksichtigen, 25% Radverkehrsanteil bis 2025
Falls die Elbvertiefung gerichtlich gestoppt wird, muss der Hafen als Ausgleich mehr öffentliche Fördergelder erhalten.
Position von Dr. Peter Krämer: Lehne ab
Der Hafen muss zunehmend selbsttragend wirtschaften. Er wird schon stark subventioniert, so betragen die Flächenmieten nur ca. 3,-€ jährlich (!) pro qm. Immer höhere Subventionen sind nicht mit der Schuldenbremse vereinbar und drohen auch am EU-Beihilfe-Recht zu scheitern
Der Hafen soll in der Wirtschaftspolitik stets Vorrang haben.
Position von Dr. Peter Krämer: Lehne ab
Der Hamburger Hafen ist eine wichtige Säule der Hamburger. Er hat inzwischen aber nur noch einen Anteil von 15% am BIP; Hamburgs wirtschaftliche Stärke beruht auf vielen Säulen, etwa den Erneuerbaren Energien, der Kreativwirtschaft, dem Handwerk, Industrieunternehmen und Tourismus.
Der Senat sollte stärker in den Wohnungsmarkt eingreifen, um ausreichend preiswerten Wohnraum sicherzustellen.
Position von Dr. Peter Krämer: Stimme zu
Die Versorgungslage von wohnungslosen Menschen ist eine Katastrophe. Die SAGA muss dringend ihre Versorgungsquote erhöhen und die Bindungslaufzeiten von Sozialwohnungen müssen verlängert werden. Sozialwohnungen müssen langfristig dauerhaft bspw. in Form einer Stiftung gesichert werden

Die politischen Ziele von Dr. Peter Krämer

Mein vorrangiges Ziel ist es den Klimaschutz auf Hamburger und nationaler Ebene zu stärken und alles dafür zu tun, dass wir das 2-Gradziel bei der Erderwärmung einhalten. Wer das Buch "Grenzen des Wachstums" von Meadows et al oder die Studie von Volkswirt Sir Nicolas Stern für die Britische Regierung gelesen hat, weiß dass dies nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch aus ökonomischer/volkswirtschaftlicher Sicht geboten ist.

Darüber hinaus ist es auch eine soziale Frage und eine der internationalen Solidarität, denn vom Klimawandel sind vor allem die Ärmsten in den Entwicklungsländern betroffen, die häufig in Küstengebieten wohnen und dort am stärksten vonUnwettern und Überschwemmungen betroffen sind, aber auch unter Missernten und Kriegen leiden, die durch den Klimawandel verschärft werden (siehe germanwatch.de). Aber auch Hamburg ist mit seiner Lage an der Elbe mit mehreren hundert Kilometern Deichlinie vom Meeresspiegelanstieg und Extremwetterereignissen zunehmend betroffen.

Mit einem CO2-Ausstoß von rund 10 Tonnen pro Kopf und damit dem vierthöchsten der westlichen Industrieländer ist Deutschland längst nicht mehr Vorreiter des Klimaschutzes. Auch bei den Erneuerbaren Energien haben uns ein Dutzend europäische Länder schon überholt, unter der schwarz-gelben Bundesregierung sind wir ins Mittelmaß zurückgefallen. Wir brauchen und können eine ernsthafte, engagierte Umsetzung der Energiewende. Statt dessen gibt Deutschland laut Umweltbundesamt jährlich (!) 50 Milliarden Euro an klimaschädlichen Subventionen aus,  damit muss Schluss sein! Nach dem Atomkraftausstieg brauchen wir als nächsten Schritt den Kohleausstieg, auch hier in Hamburg bei der Fernwärme.

Kurzfristiges Ziel ist die Ablösung der SPD-Alleinregierung und die Erreichung einer Regierungsbeteiligung. Hierfür ist es wichtig dass wir Grünen viele Stimmen auf der Landesliste bekommen, die für die Mandatsverteilung in der Bürgerschaft entscheidend ist.

Über Dr. Peter Krämer

Werdegang

Ich bin 1963 in Köln geboren und habe Physik in Köln und Göttingen studiert. Nach meiner Promotion an der TU Berlin war ich in Berlin über 10 Jahre selbstständig mit einem Ingenieurbüro.

Nach 3 Jahren an der TU Hamburg-Harburg bin ich seit 2010 bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt als Angestellter tätig.

Seit 2008 bin ich aktives Mitglied bei den Grünen. Meine fachpolitischen Schwerpunkte liegen bei Energie- und Klimaschutzthemen sowie nachhaltigem Bauen und Wirtschaften.

Seit 2013 bin ich Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Energie bei den Hamburger Grünen.

Alle Fragen in der Übersicht
# Umwelt 10Feb2015

(...) der Naturschutzverein Gesellschaft für ökologische Planung (GÖP e.V.) aus Hamburg hat ein Konzept entwickelt, wie ein UNESCO-Biosphärengebiet mitten in Hamburg entstehen könnte: (...)

Von: Znegva Syrvfpuunhre

Antwort von Dr. Peter Krämer
DIE GRÜNEN

(...) Tatsächlich steht im Grünen Wahlprogramm 'Wir unterstützen die Einrichtung eines "Biosphärengebiets Hamburgische Elblandschaft" im Rahmen des UNESCO-Programms "Der Mensch und seine Biosphäre" '. Positiv daran sehe ich die Idee, eine konzeptionelle Integration verschiedener Aktivitäten im Sinne des Natur- und Umweltschutzes zu erstellen. (...)

Guten Tag, können Sie mir sagen, was auf der Freifläche des ehemailgen Jugendtreffs Ohrnsweg/Fischbeker Heuweg geplant ist. Der Spielplatz scheint...

Von: Unwb Dhrfg

Antwort von Dr. Peter Krämer
DIE GRÜNEN

(...) leider kann ich Ihnen nicht sagen, was mit der Freifläche des ehemailgen Jugendtreffs Ohrnsweg/Fischbeker Heuweg geplant ist, da ich weder Mitarbeiter des Bezirksamtes bin, noch gewähltes Mitglied der Bezirksversammlung. Örtliche Bauplanungen dieser Art liegen in der Regel in der Zuständigkeit des Bezirksamtes, weshalb ich sie an das zuständige Dezernat www.hamburg.de/harburg/wohnen-bauen-verkehr/ verweisen möchte. (...)

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